Auf den Spuren des heiligen Martin

ACHBERG – In vielen Gemeinden unserer Seelsorgeeinheit durften die Kinder mit ihren selbstgebastelten Laternen am Martinszug teilnehmen oder dem Gottesdienst zum St. Martinsfest beiwohnen. Stellvertretend hier der Bericht aus der Pfarrgemeinde Achberg.

Bereits am Freitag organisierten die beiden Achberger Kindergärten einen Lichterzug beim Bauernhofkindergarten in Baind. Staunend schauten die Kinder zu, wie St. Martin hoch zu Ross seinen Mantel mit einem Bettler teilte. Am Sonntag, den 11. 11. feierten die Achberger Familien dann in der Pfarrkirche Esseratsweiler einen Familiengottesdienst zum Thema „Auf den Spuren des Heiligen Martin“. Eine kleine Geschichte zeigte, wie das Vorbild vom Heiligen Martin auch in unserer heutigen Zeit hineinwirken kann. Das Mädchen Lisa hat sich ganz viel Mühe gegeben und eine wunderschöne Laterne gebastelt, die es stolz seiner Oma zeigt. Weil bis zum St. Martinsumzug noch Zeit ist, suchen Lisa und Oma alle Laternen der letzten Jahre zusammen und stellen sie ans Fenster. Vom Zaun aus beobachtet ein Junge das Geschehen. Er kommt aus Syrien und ist erst vor kurzem in der Nachbarschaft eingezogen. Lisa überlegt nicht lange und bittet den Jungen herein. Er darf sich eine Laterne aussuchen und Lisa verspricht, ihn zum Martinszug abzuholen.
Pfarrer Hammele griff den Gedanken in einem munteren Gespräch mit den Kindern auf und wir hörten aus Kindermund, dass es manchmal schon ganz schön schwer ist zu teilen, aber wer teilt kann auch gewinnen, z.B. einen neuen Freund, wie in der schönen Geschichte. Besondere Freude hatten die Kinder, dass sie das „Vater unser“ ganz vorne am Altar beten durften und natürlich bei der Lichterprozession mit ihren Laternen durch die Kirche. Annemarie Kraus