Verabschiedung der ausscheidenden KGR Mitglieder und Vorstellung der neuen Räte

Mit einer Corona bedingten Verzögerung stellte Pfarrer Hammele zu Beginn des Gottesdienstes am 26.7.2020 der Kirchengemeinde die neuen Kirchengemeinderatsmitglieder vor, die ab jetzt die Geschicke der beiden Achberger Kirchen lenken werden. Die neun Mitglieder Thomas Krug (gewählter Vorsitzender), Simone Frehner, Uwe Haid, Annemarie Kraus, Thomas Radau, Sandra Schneider, Roland Wochner, Lucia Hirenbach und Thomas Schweizer ernteten großen Begrüßungsapplaus von den Kirchenbesuchern. Gleichzeitig wurden die ausscheiden Räte Bruno Fuhge, Martina Roth, Friedrich Lang, Tobias Glaser, Anja Heider und Ursula Schweizer mit einem herzlichen Dankeschön für ihren Einsatz in den letzten fünf Jahren verabschiedet.
Zwei mal 15 Jahre im Dienst der Kirchengemeinde
Zwei ausscheidende Mitglieder wurden besonders geehrt: Elfriede Mayer und Berta Nuber für je 15 Jahre Mitarbeit im Kirchengemeinderat. „Es hat mir immer Freude gemacht, auch wenn es manches mal schwierige Entscheidungen zu fällen gab“, sagt Elfriede Mayer und Berta Nuber meint: „Ich bin in Gedanken immer noch dabei.“
Danke für 13 Jahre Kirchenpflege
Einen ganz besonderen Dank sprach Pfarrer Hammele Irene Wetzel für 13 Jahre Kirchenpflege aus. Viele große Bauprojekte mussten in ihrer Amtszeit umgesetzt werden. Frau Wetzel hat diese Aufgabe mit großer Leidenschaft, mit viel zeitlichem Engagement, mit hoher Durchsetzungskraft und immer mit der ihr eigenen freundlichen Art gemeistert. Ihre Nachfolgerin ist Sabine Leitner, die das Amt der Kirchenpflege für die gesamte Seelsorgeeinheit übernimmt.

Aus dem Kirchengemeinderat: Konstituierende Sitzung

Am 1. Juli kam der neugewählte Kirchengemeinderat St. Michael und St. Georg, Achberg unter Leitung von Pfarrer Dr. Matthias Hammele zu seiner ersten konstituierenden Sitzung im Gemeindehaus in Siberatsweiler zusammen. Mit dabei waren auch Pfarrvikar Erhard Galm, Pastoralreferentin Mirjam Schweizer und Gemeindeassistentin Verena Vey aus dem Pastoralteam. Die neuen Mitglieder wurden für ihre Aufgabe verpflichtet. Bei den Wahlen wurden Thomas Krug zum Gewählten Vorsitzenden und Annemarie Kraus zur Stellvertretenden Gewählten Vorsitzenden bestimmt. Zu Schriftführern wurden Thomas Radau und Sandra Schneider gewählt. Zu Mitgliedern im Gemeinsamen Ausschuss der Seelsorgeeinheit wurden Thomas Krug und Roland Wochner delegiert. Die weiteren Ausschüsse werden zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt.

 

Ein Einblick in die Orgel in Siberatsweiler

Im März und April 2020 wurde die Orgel von St. Georg in Siberatsweiler, welche 1990 von Josef Maier gebaut wurde, gereinigt und neu gestimmt. Dafür wurde die gesamte Orgel von Martin Seitz und seinen Kollegen komplett auseinandergenommen. Jede einzelne noch so kleine oder auch große Pfeife wurde dafür der Orgel entnommen und auch sonstige Halterungen, Schleifen und Rahmen wurden entfernt. Wenn die Orgel einmal ganz leer ist und man den kompletten Innenraum betrachten kann, erscheint die Orgel noch viel imposanter. Kein Wunder, denn im Innenraum müssen auch etwa 872 Pfeifen Platz haben.
Damit die Orgel einen Ton erzeugen kann, benötigt sie Luft
Dieser sogenannte Wind wird von einem elektrischen Gebläse an den Blasebalg geleitet, der die Luft an die Pfeifen bringt. Die Luft im Blasebalg stammt aus dem Orgelinnenraum, denn nur so hat die Luft, die in die Orgel hineingeblasen wird, auch dieselbe Temperatur, wie die Orgel selbst. Dies ist sehr wichtig, denn ein zu großer Temperaturunterschied würde die gesamte Orgel verstimmen. Wird eine Taste der Tastatur gedrückt, so öffnet sich ein Ventil, durch das der Wind nun zur Pfeife gelangt und einen Ton erzeugen kann. Durch die vielen Register werden die Öffnungen zwischen dem Wind und den Pfeifen so verschoben, dass beim Drücken der gleichen Taste eine andere Pfeife angespielt wird und somit ein anderer Ton erklingt.
Die Pfeifen haben eine Länge von 2 Zentimeter bis 2,40 Meter
Vom großen C bis zum dreigestrichenen F ist jeder Ton als Pfeife in der Orgel vertreten. Die größte Pfeife hat eine klingende Länge von 2,40 Metern und die kleinste ist gerade einmal 2 Zentimeter lang. Einige Pfeifen sind aus einer Legierung aus Zinn und Blei, deshalb sind sie auch sehr weich und können gut bearbeitet werden. Einen Nachteil hat die Materialwahl leider auch, denn die Pfeifen müssen ganz gerade und fest in der Orgel montiert sein. Ansonsten knicken die Pfeifen Stück für Stück ein und gehen kaputt. Andere Pfeifen sind aus verschiedenen Holzarten, wie Elsbeere, Eiche und Fichte gefertigt. Die Pfeifen können auf unterschiedlichste Weisen gestimmt werden, zum Beispiel durch Biegen der Bärte, Verschieben der Deckel oder durch Anpassen des Konus‘. Das Prinzip ist jedoch gleich, denn nur durch eine Veränderung der klingenden Länge der Pfeife kann der Ton variiert werden. Die Orgelbauer mussten jede einzelne Pfeife und auch das Gehäuse der Orgel reinigen und neu einstellen.
Staub und Schimmel machen der Orgel zu schaffen
In der Orgel hat sich in den letzten 30 Jahren viel Staub und auch etwas Schimmel angesammelt. Dies ist ganz normal, denn komplett gereinigt wurde die Orgel seit der Einweihung am 23. Dezember 1990 noch nie. Der Schimmel kommt vermutlich von den starken Temperaturschwankungen, mit denen in Zeiten des Klimawandels wohl fast jede Kirche zu kämpfen hat. Auch die Mechanik wurde wieder angepasst und neue Dichtungen eingesetzt. Erstaunlicherweise stimmen einige Pfeifen heute noch und auch das Holz hat bisher fast keine Risse bekommen. Als alles wieder einwandfrei funktionierte, wurde die Orgel Pfeife für Pfeife wieder zusammengebaut und getestet. Nach etwa vier Wochen Arbeit klang die Orgel wieder fast wie neu.
Die Orgel wurde nach Vorbild des Barocks erbaut
Damit sind auch die bogenförmigen Profile und die goldenen, schnörkelförmigen Verzierungen zu erklären. Nicht nur die Verzierungen, die aus Lindenholz geschnitzt und vergoldet sind, sondern auch viele Teile des Gehäuses sind von Hand gefertigt. Der hohe Anteil an Handarbeit macht die Orgel nochmals einzigartiger. Einige Teile, wie beispielsweise die schwarzen Tasten der Tastatur sind sogar aus Ebenholz hergestellt. Der Klang der Orgel ist wie die der barocken Orgeln, eher weich, hell und lebendig. Viele neue Orgeln haben heutzutage einen runderen und zurückhaltenden Klang. Um diese wertvolle Orgel mit all ihren charakteristischen Merkmalen und ihrem hellen Klang noch lange erhalten zu können, war die Reinigung und Neustimmung der Orgel von besonderer Bedeutung. - Gina und Sarah Wochner

Endlich wieder gemeinsam feiern!

„Ich freue mich, dass ich Sie nach acht Wochen heute endlich wieder hier in der Kirche begrüßen darf“, so begann Mirjam Schweizer voller Begeisterung den Wortgottesdienst am Sonntag, den 10.Mai. Vieles ist ungewohnt, Anmeldung im Vorfeld, am Eingang Hände desinfizieren, Platzanweisung, abgesperrte Bankreihen, an all das müssen wir uns erst einmal gewöhnen. Kein Gesang der Kirchengemeinde, dafür aber der festliche Scholagesang einiger Kirchenchorsänger. Kein Friedensgruß, dafür aber ein freundliches Zunicken und Zulächeln quer durch das Kirchenschiff. Trotzdem und gerade deshalb wurde dieser erste gemeinsame Wortgottesdienst zu einem besonders intensiven Erlebnis für all die Mutigen, die sich trotz der Corona bedingten Umstände auf das Experiment eingelassen haben. Lassen Sie sich also nicht abschrecken sondern feiern auch Sie mit! - Annemarie Kraus

Ostern 2020, viele feiern allein aber trotzdem: "Halleluja Jesus lebt!"

In diesem Jahr ist alles anders, wegen der Corona Ansteckungsgefahr wurden bereits ab Mitte März alle Gottesdienste abgesagt. Die Kirchen sind aber täglich zum Gebet geöffnet und wurden wie gewohnt festlich geschmückt. Seit Ostern brennen die neuen Osterkerzen zum Zeichen, dass Christus auferstanden ist.

Viele Vorlagen fürs Zuhause-Gottesdienst-Feiern wurden angeboten. So konnte man den Weg Suchen und Finden der für einen passt, neue Formen zum Beten und Singen. Oft allein oder im Kreise der Familie.
In einem Gebetsvorschlag stand:
„Auch jetzt sind wir nicht allein. Jesus ist bei uns, er ist bei mir. Er geht mit auf meinen Wegen.“
Mehr zum Motiv der Osterkerzen
Sylvia Manz

Die Kirchen sind zum Gebet geöffnet, aber keine gemeinsamen Gottesdienste!

Wie siehts aus? - KGR Wahl am 22. März 2020

Das Ergebnis der Kirchengemeinderatswahl hier

Unsere Kandidatinnen und Kandidaten für den Kirchengemeinderat stellen sich vor

Die Räte in den Kirchengemeinden sind Gremien, die beraten, entscheiden und gestalten, wie das Leben einer Gemeinde aussieht. Außerdem unterstützen sie das Christsein aller am Ort, knüpfen Netzwerke und setzen Schwerpunkte.

Die Gemeinden der Diözese Rottenburg-Stuttgart befinden sich in einem Prozess der Kirchenentwicklung. Besonders die Räte wollen nicht am Status quo festhalten, sondern in die Zukunft blicken:

  • Welcher Auftrag leitet uns?
  • Welchen lokalen Herausforderungen stellen wir uns?
  • Wie kann das Evangelium an unserem Ort lebendig werden?
  • Welche konkreten Wege gehen wir, damit Kirche und Gemeinde heute attraktiv und glaubwürdig erfahrbar werden?

Für die katholische Kirchengemeinde Achberg stellen sich sieben Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl und wollen aktiv an den Aufgaben mitarbeiten. Bitte schenken Sie ihnen Ihr Vertrauen und gehen Sie am 22. März 2020 zur Wahl.

Aktion Hoffnung Kleidersammlung am Samstag 14. März 2020

Auch in diesem Jahr hatten die katholischen Kirchengemeinden des Landkreises Ravensburg zur Aktion Hoffnung Kleidersammlung aufgerufen und Sammelsäcke ausgelegt. Viele Achberger füllten die Säcke mit nicht mehr benötigter Bekleidung, Schuhen oder auch Bettwäsche. Am Samstagmorgen luden ein paar fleißige Helfer einen kleinen Lieferwagen voll und brachten alles nach Wangen zur zentralen Sammelstelle.

Herzliches Dankeschön allen Kleiderspendern und Helfern und auch der Firma B&S fürs Bereitstellen des Fahrzeugs. Für die Aktion Hoffnung ist die jährliche Kleidersammlung sehr wertvoll.
Wenn sie aber nicht bis zum Sammelzeitpunkt im März warten möchten, können Sie Ihre Kleiderspenden auch gerne in einen der grünen Container der Aktion Hoffnung an der Achberghalle einwerfen. Sylvia Manz

Weltgebetstag in Achberg

Das Achberger Team hatte zum weltumspannenden Gottesdienst eingeladen, und viele sind in die Kirche nach Siberatsweiler gekommen. Das diesjährige Weltgebetstagsland ist Simbabwe im südlichen Afrika.
Auf einer Leinwand war das Titelbild der Künstlerin Nonny Mathe projiziert. Im strahlenden Sonnenschein leuchtet Simbabwes Flagge, daneben eine Frau, deren Kleid die strahlenden Farben rot und gelb der Flagge aufnimmt. Rot für die Liebe und gelb für Versöhnung. Im Hintergrund Schatten und düstere Farben, die an die schwierigen Zeiten der Vergangenheit erinnern aber auch helle Farben für die Hoffnung auf eine gute Zukunft.
Simbabwe, ein schönes Land die Viktoriafälle, die großen Tiere wie Elefanten, Giraffen, Zebras, die Pflanzen und Wälder. Auch reich an Bodenschätzen, doch 80 % der Bevölkerung sind  arm bis sehr arm.
Das Johannes Evangelium, in dem Jesus den Kranken heilt und zu ihm sagt, „Steh auf, hebe deine Matte und geh umher!“ war die zentrale Botschaft des Gottesdienstes. Aufstehen und verändern, das ist die Aufforderung an uns.
Die stimmungsvollen Lieder des Chors DaCapo, „Tu, was Jesus sagt, steh auf, mach dich auf den Weg!“ und „Komm, nimm dein Bett und geh!“ verstärkten das Gesagte. Das Lied „Sanna“ zum Kollektengang klingt noch lange nach, so summten die BesucherInnen noch am Verlassen der Kirche „Sanna Sannanina, Sanna…“
Nach dem Gottesdienst staunten die Besucher über das feine Essen: Es gab leckeres Sadza mit Gemüse und Hackbällchen und weitere Köstlichkeiten. Die Überraschung zum Schluss war eine Schwarzwälder Kirschtorte, die wohl in Simbabwe auch gerne gegessen wird. Sylvia Manz

Aschermittwoch – Beginn der Fastenzeit

„Wenn ich einmal Zeit habe, dann….“, so beginnen gut gemeinte Vorsätze. Aber weil der konkrete Anlass fehlt, verschiebt man Unangenehmes oft auf den „Nimmerleinstag“. Der Aschermittwoch, so Pfarrer Galm, ist ein konkreter Anlass, ist ein Impuls, etwas Wesentliches in die Tat umzusetzen. Mit dem Aschermittwoch beginnt die vierzigtägige Fastenzeit. Das ist eine gute Gelegenheit, sich persönlich zurückzuziehen, den Lärm von außen abzuschalten, Gutes zu tun, Zeit, ein offenes Ohr oder ein Lächeln zu verschenken und so die Beziehung zu Gott zu erneuern. Kein Tag wäre besser geeignet, als der Aschermittwoch! Und so lädt Pfarrer Galm die Gemeinde ein, die Fastenzeit freudig und mutig anzugehen.

Das Aschenkreuz – Zeichen der Bußbereitschaft
Asche ist das Symbol der Vergänglichkeit. Viele Gläubige kamen, um sich das Aschenkreuz auf den Kopf streuen zu lassen und damit die Bereitschaft zur Umkehr zu demonstrieren.

 

Darstellung des Herrn

Feier Mariä Lichtmess mit den Erstkommunionkindern

Licht und Kerzen sind die Symbole des Gottesdienstes zu Mariä Lichtmess. Am Fest der Darstellung des Herrn, wie das Fest eigentlich heißt, hörten wir im Lukas-Evangelium, wie Maria und Joseph Jesus in den Tempel brachten und dort dem greisen Simeon und der Prophetin Hannah begegneten. Simeon pries das Kind Jesus als Licht der Welt. Die Kerze als Symbol dieses Lichts wurde von Mirjam Schweizer vom Altar aus durch das Kirchenschiff getragen. Eine kleine Kerze, wie sie sagte, die den Tag hell macht, die Licht spendet, die helfen kann, dass es uns gut geht, die uns wärmt. Die Kinder wurden eingeladen, das Licht zu mehren und so zogen sie in einer Lichterprozession durch die Kirche.
Traditionell wurden die Kerzen für den kirchlichen und häuslichen Gebrauch geweiht. Auch die Kommunionkerzen der elf Kommunionkinder wurden von Pfarrer Galm gesegnet. - Annemarie Kraus

Christus Mansionem Benedicat – Christus segne dieses Haus

Sternsinger-Aussendungsfeier

Ganz im Zeichen des Friedens stand die Aussendungsfeier der Sternsinger. Mit Blick auf die Krippe, wo jetzt auch die Heiligen Drei Könige dem Jesuskind Ehre erweisen und es mit königlichen Geschenken erfreuen, eröffnete die Pastoralreferentin Mirjam Schweizer die Predigt. Die Krippe ist Sinnbild des Friedens. Arme und Reiche, Männer und Frauen, Alte und Junge, Fremde und Einheimische, alle zusammen stehen andächtig und von Frieden erfüllt gemeinsam im Stall und huldigen dem Mensch gewordenen Messias. In Anbetracht vieler Glaubenskriege, Kämpfe und Krisenherde ringsherum ist der Stall in Bethlehem ein großes Symbol für den Frieden. Zum Dreikönigsfest 2020 steht der Friede im Nahen Osten im Fokus. „Frieden! Im Libanon und weltweit“, so lautet das diesjährige Motte. Mit dem libanesischen Friedensgruß setzten die Gottesdienstbesucher ein starkes Zeichen für die Hoffnung der Menschheit auf Versöhnung und Frieden. Pfarrer Hammele segnete die 23 Achberger Sternsinger, die anschießend hinauszogen, um den Segen Gottes und Frieden in die umliegenden Dörfer und Weiler zu tragen.

Die gesammelten Spenden der Achberger gehen zur Hälfte an an das Krankenhaus in der Missionsabtei Ndanda in Tansania (Afrika), wo Abt em. P. Dionys Lindenmaier OSB schon seit vielen Jahren tätig ist. Die zweite Hälfte geht an die Schule in Forestal, Bolivien (Südamerika), die vom Kloster der Missionsdominikanerinnen geführt wird. Dort war die den Achbergern gut bekannte Schwester Andrea Hammel (+11.11.2014) lange Jahre tätig.