Benefizkonzert mit Orgel, Flöte und Gesang

Bis unter die Empore scharten sich die Zuhörer in der Pfarrkirche St. Michael in Esseratsweiler zum Benefizkonzert zugunsten der Nachbarkirche St. Georg in Siberatsweiler. Die beiden Musikerinnen Brunhilde Müller (Orgel) und Anja Strodel (Flöte und Gesang) luden am 15. April zu einem Abendkonzert ein und stellten mit viel Liebe zur Musik, wie Anja Strodel zu Beginn sagte, ein abwechslungsreiches Programm zusammen. Mal gab Bruni Müller an der Orgel den Ton an, mal war es eine der drei Flöten, die Anja Strodel so vortrefflich zu spielen versteht. Mal lauschten die Konzertbesucher einem ruhigen und melodiösem Zusammenspiel von Orgel und Flöte, mal einem erfrischenden und kraftvollen Dialog, mal wetteiferten die beiden Instrumente in einem schnellen und kraftvollen Intermezzo miteinander. Dazwischen begleitete die Orgel den klaren und ausdrucksstarken Gesang von Anja Strodel. Und während draußen langsam der Abend dämmerte, stimmten melancholische Takte von Magerita De Jong auf die kommende Nacht ein. Begeistert und beeindruckt war das Publikum schließlich vom fulminanten Abschluss des Konzertes, der Toccata von Widor, einer besonderen Herausforderung für die Organistin. Besonders eindrucksvoll erlebten die Zuhörer das diesjährige Konzert, weil sie dank einer Liveübertragung von der Empore nach vorne in den Altarraum auch Zeuge der Virtuosität der beiden Musikerinnen werden konnten. Der Schmalfilm und Video Club Wangen machte dies möglich.

Halleluja, Jesus lebt!

Am Ostermontag steht das Evangelium von Lukas im Mittelpunkt. Der Evangelist Lukas berichtet von den zwei Jüngern, die sich auf den Weg nach Emmaus machen. Sie teilen auf ihrer Wanderung Trauer und Leid. Und dann geschieht das Unerwartete, so Pfarrer Galm beim Ostermontagsgottesdienst in Siberatsweiler. Jesus gesellt sich zu Ihnen. Mitten in ihrer Verzweiflung ist Jesus da und hilft ihnen zu begreifen, was geschehen ist. Erst beim Brot brechen „gingen ihnen die Augen auf“ und sie erkennen, dass Jesus auferstanden und bei ihnen ist. Und wie die Jünger dürfen auch wir die Erfahrung machen, dass Jesus mitten unter uns ist. Wir können ihn mit den Augen des Glaubens erkennen.

Die drei heiligen Tage – ein Gottesdienst

Gründonnerstag: Gedächtnis des letzten Abendmahls Jesu
Die Messe zum fand in diesem Jahr in der Kirche in Schwarzenbach statt. Die Achberger Gläubigen waren auch dazu eingeladen. So freute sich Pfarrer Erhard Galm über die kommenden Erstkommunionkinder aus Roggenzell, Schwarzenbach und Achberg und die vielen Mitfeiernden aus den umliegenden Gemeinden.
Jesus selber hat beim letzten Abendmahl Brot und Wein als erstes Zeichen dafür eingesetzt, dass er uns Menschen in der Eucharistie nahe ist. Als zweites Zeichen hat Jesus seinen Jüngern die Füße gewaschen als Geste wonach der Größte der Diener aller sein soll. Auch Pfarrer Galm hat 6 Ministranten die Füße gewaschen, er wurde von 4 Erstkommunikantinnen unterstützt. Die Gläubigen verfolgten in gespannter Stille diesem besonderen Ritus. Am Ende des Gottesdienstes wurden als Zeichen der Trauer die geweihten Hostien in einer schlichten Prozession zur Taufkapelle gebracht und die Kerzen sowie das Altartuch aus dem Altarraum entfernt.
Am Karfreitag: Jesus stirbt am Kreuz
Um 15 Uhr der Todesstunde Jesu feierten wir die Liturgie vom Leiden und Sterben Christi mit Gemeindereferentin Gertrud Geiger in Esseratsweiler. Mit der Kreuzverehrung: „Seht das Kreuz, an dem der Herr gehangen, das Heil der Welt. Kommt lasset uns anbeten!“
Osternachtfeier: Christus ist auferstanden – er ist wahrhaft auferstanden
Am Karsamstag um 20.30 Uhr versammelte sich die Gemeinde um das Osterfeuer in Esseratsweiler. Pfarrer Christian Zarioiu segnete das Osterfeuer und entzündete daran die Osterkerzen von Esseratsweiler und Siberatsweiler. Alle Mitfeiernden zogen unter dem dreimaligen Ruf von Pastoralreferentin Mirjam Schweizer "Lumen Christi – Deo gratias" in die noch dunkle Kirche ein. Die Ministranten verteilten das Licht der Osterkerzen an alle.
In der nur mit Kerzen erleuchteten Kirche folgen die Schriftenlesungen unterbrochen von den Liedern des Kirchenchores und Gebeten. Zum Gloria spielte wieder die Orgel, die seit Gründonnerstag geschwiegen hatte, alle Glocken läuten und das Licht wurde angemacht. Erstmals seit Aschermittwoch erklang wieder ein Halleluja – „Halleluja Jesus lebt!“
Bei der Allerheiligenlitanei erhielten die Erstkommunionkinder die Bildchen ihrer Namenspatrone. Nach der Segnung des Taufwassers war feierliche Eucharistiefeier des wichtigsten Gottesdienstes des Kirchenjahres.

Hosianna dem König Davids

Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche

Auf dem farbenprächtigen Kirchplatz mit vielen kunstvoll gebastelten Palmbüscheln, einem fröhlich geschmückten Osterbrunnen und einer großen Schar Kinder, Jugendlicher und Erwachsener begann der feierliche Gottesdienst am Palmsonntag, den Pfarrer Endraß aus Niederwangen zusammen mit Mirjam Schweizer gestaltete. „Hosianna, Gott in der Höhe“ ruft Pfarrer Endraß der Gemeinde zu und wie vor rund 2000 Jahren, als Jesus begleitet von Jubelrufen der Bevölkerung in Jerusalem einzog, zogen auch die Gottesdienstbesucher, allen voran die Kinder mit ihren bunten Palmsträußen, in die Kirche ein. Aber schon bald wirft die Karwoche ihre Schatten voraus. Zu der von Mirjam Schweizer vorgetragenen Leidensgeschichte spielten einige Kinder pantomimisch die Begebenheit der Gefangennahme und Kreuzigung Jesu und führen uns so in die Karwoche ein.

Nachbarschaftshilfe sucht Mithelfer

Nun gibt es die Achberger Nachbarschaftshilfe bereits seit 4 Jahren. Dass diese von Ihnen, liebe Achberger, gut angenommen wurde, zeigt sich darin, dass sich unsere Einsätze von Jahr zu Jahr vermehrt haben. Auch unser „Café Nachbarschaftshilfe“ wird gerne besucht. Dort gibt es themenbezogene Anlässe, wie z.B. Oktoberfest, Weihnachtsfeier, närrischer Rosenmontag. Dank der großzügigen jährlichen Spenden der Gemeinde, sowie vom Theaterverein und einzelnen Privatpersonen, konnten wir einen eigenen Rollstuhl anschaffen. Dieser war sehr günstig, da wir ihn bei der Auflösung des Altenheimes von Familie Hoffmann abkaufen konnten. Des weiteren konnten wir nun auch eigene Liederbücher in Großdruck kaufen und müssen keine mehr ausleihen. Bisher mussten wir nur ganze wenige Anfragen absagen. Das lag zum einen an Anfragen die wir als Nachbarschaftshilfe nicht erfüllen können, aber auch an personellen Engpässen. Darum hier auch unsere Bitte: Sollten Sie gerne mit alten Menschen umgehen und 2-3 Stunden pro Woche Zeit haben, dann kommen Sie doch zur Nachbarschaftshilfe. Über Ihre Unterstützung würden wir uns sehr freuen.
Text: Tina Dehm

Aktion Hoffnung Kleidersammlung am 10. März 2018

Seit Wochen wurde von der Kirchengemeinde Werbung für die Kleidersammlung Aktion Hoffnung gemacht. Deshalb brachten viele Achberger volle Kleidersäcke zum Pfarrsaal nach Siberatsweiler und zum Pavillon an der Achberghalle. Am Samstagmorgen luden Thomas Krug und Roland Wochner die vielen Säcke auf den Lastwagen der freundlicherweise von der Achberger Firma B&S zur Verfügung gestellt worden war. Von Achberg fuhren sie die Säcke nach Wangen. Dort war die zentrale Sammelstelle an der alle Säcke aus den umliegenden Kirchengemeinden auf 2 große 40-Tonner-Lastwagen umgeladen wurden. Auf die Frage an Thomas Krug: "Sind es denn weniger Säcke in Achberg geworden, weil in Achberg seit letztem Frühjahr 3 Container der Aktion Hoffnung stehen? antwortete Thomas Krug: "Nein, die Achberger wissen genau, dass die Säcke von der Frühjahrssammlung direkt nach Laupheim zur Sammelzentrale kommen, und von dort ca. 60 % der Bekleidung direkt an Bedürftige hier und in weltweiten Projekten gehen.
Doch auch mit den Kleiderspenden die das ganze Jahr über in die Containern gegeben werden, wird viel Gutes getan. Sie werden zu einem Betrieb bei Riedlingen gebracht, dort werden sie sortiert, und nach den Kriterien von „FairWertung“ weiterverwendet. Der weitere Handel erfolgt nach höchsten entwicklungspolitischen, ökologischen und ethischen Kriterien. Sämtliche noch tragbare Kleidung wird zu einem kleinen Teil an Second-Hand-Shops in Deutschland weiterverkauft, zum anderen an Abnehmer in anderen Ländern. Was nicht mehr den Qualitätsstandards entspricht, wird zum Beispiel zu Dämmstoffen für die Automobilindustrie oder etwa für Malervliese weiterverarbeitet.
Die Erlöse aller Sammlungen kommen den Eine-Welt-Projekten der Aktion Hoffnung und der Kirchengemeinden der Diözese Rottenburg-Stuttgart zugute. Zum Schluss – an alle vielen Dank für Ihre zahlreichen Kleiderspenden.

Liturgieausschuss formiert sich neu

Mit der Fusion der beiden Kirchengemeinden St. Michael und St. Georg rückt der bereits in der Vergangenheit zentral arbeitende Liturgieausschuss noch ein bisschen näher zusammen. Gleichzeitig gibt es einige personelle Veränderungen. Nach fast 10 Jahren verlässt Berta Nuber das Gremium und auch Mathilde Kaeß scheidet nach mehreren Jahren aktiver Arbeit aus dem Ausschuss aus. Herzlichen Dank an die beiden für ihren engagierten Einsatz in den letzten Jahren. Die beiden Damen machen jetzt Platz für zwei junge Männer, Bruno Fughe, der die Esseratsweiler Pfarrgemeinde vertritt und Tobias Glaser, sein Gegenstück aus Siberatsweiler. Beide Herren sind gleichzeitig Kirchengemeinderäte und intensivieren somit die Bindung zwischen Liturgieausschuss und KGR. Auch an der Spitze des Gremiums gab es eine personelle Veränderung. Von Beginn an hatte Tina Dehm den Vorsitz inne, nun gibt sie dieses Amt an Tobias Glaser ab, bleibt aber dem Ausschuss weiterhin treu. Wir danken Frau Dehm für ihr hohes Engagement und für ihre große Umsicht, mit der sie das Amt fast 10 Jahre lang geführt hat. Herrn Glaser und dem gesamten Team wünschen wir alles Gute für die anstehenden Aufgaben. Ganz aktuell stehen die Planung der Osterliturgie und die Organisation der bevorstehenden Maiandachten an.

Gottes Schöpfung ist sehr gut!

Die Frauen aus Surinam luden am 2. März 2018 zum Weltgebetstag ein.

Die Kirche St. Georg in Siberatsweiler war mit fröhlichen Tüchern, Schmetterlingen, Fröschen und Gräsern bunt geschmückt. Mit den Klängen „What a wonderful world“ und farbenfrohen Bildern aus Surinam begann der Gottesdienst. In Surinam, dem kleinsten Land in Südamerika herrscht ein friedliches Nebeneinander der Kulturen und Religionen. Ein Großteil des Landes besteht aus vollkommen unberührtem Regenwald mit einer reichen Tier- und Pflanzenwelt. So scheint es nur schlüssig, dass im Mittelpunkt des Gottesdienstes die Schöpfungserzählung steht. Aber die Idylle trügt, wie im Verlauf des Abends klar wird. Surinam hat mit vielschichtigen Umweltproblemen zu kämpfen, ausgelöst durch den massiven Rohstoff-Abbau und durch die Abholzung der Mangrovenwälder. Und wie so oft sind es die Frauen und Kinder, die am meisten unter den Problemen leiden. Die Frauen aus Surinam fordern deshalb zum Umdenken auf und werben für die gemeinsame Sorge um die uns anvertraute Schöpfung. Starke Texte und fröhliche aber auch nachdenkliche Lieder, die vom Chor DaCapo großartig interpretiert wurden, machten den Gottesdienst zu einem eindrucksvollen Erlebnis. Anschließend traf man sich noch im Pfarrsaal, wo neben Köstlichkeiten aus Surinam auch Leckeres aus heimischer Küche angeboten wurde und die Besucher den Abend ausklingen lassen konnten.

Siberatsweiler verabschiedet ihre Mesnerin

In einem feierlichen Gottesdienst mit vielen Teilnehmern nahm Berta Nuber Abschied von ihrer Mesnertätigkeit. Diesen Dienst hatte sie im Mai 2009 angetreten. „Da hat man mich ganz schön ins kalte Weihwasser geworfen“ meint Berta Nuber augenzwinkernd. Aber schnell sei ihr die neue Aufgabe ans Herz gewachsen, sagte Pfarrer Galm in seiner Dankesrede. Sie sei eine gute Wächterin der Pfarrkirche gewesen und habe mitgeholfen, dass die Kirche immer ein lebendiger und gepflegter Ort war. Für unser „Bertele“ war die Mesneraufgabe mehr als ein Job. „Wenn man den Dienst am Altar tut, dann wird man anders, diese Tätigkeit macht etwas mit einem“ sagt sie und dieses gute Gefühl hätte sie über die fast neun Jahre stets motiviert. Besonders die Kommunionkinder durften ihr frohes und weites Herz erfahren. So hörten wir von Pfarrer Galm, dass sie den Kindern vor der ersten Beichte immer ein aufmunterndes Lächeln geschenkt und nachher stets eine kleine Süßigkeit zugesteckt hätte. Auf die Frage, was sie denn am liebsten gemacht habe, kam ganz spontan: „Besonders gern war ich bei den Taufen dabei“. Als kleines persönliches Geschenk an die Eltern der Täuflinge hatte sie stets eine kleine Flasche Taufwasser abgefüllt. Auch zu den Ministranten hatte sie ein besonderes Verhältnis. So ließen es sich die Ministranten auch nicht nehmen, dem „Bertele“ ein Fotobuch zum Abschied zu schenken. Seit 1. Januar ist nun Josef Wochner in ihre Fußstapfen getreten. Herr Wochner hat bisher schon tatkräftig mit- und ausgeholfen. „Wir waren schon immer ein gutes Team“, sagte Frau Nuber, die dankbar ist, die Aufgabe in so gute Hände weitergeben zu können.

Am 5. März 2018 findet übrigens in Esseratsweiler die Hauptversammlung des Mesnerverbandes der Region Wangen statt. Die Veranstaltung beginnt mit einem Wortgottesdienst um 19.00 Uhr in unserer Pfarrkirche St. Michael.

Die Sternsinger kommen

Wie jedes Jahr wurden im Gottesdienst am Dreikönigstag die Achberger Sternsinger ausgesandt.
Pfarrer i.R. Peter Aubele dankte den Sternsingerkindern und ihren Begleitern, für ihre Gaben: Zeit in den Ferien, die Bereitschaft den Segen zu den Menschen in Achberg zu bringen und Spenden zu sammeln für Kinder, die in Not sind.
Pastoralreferentin Mirjam Schweizer erzählte von Kindern in Indien, dem diesjährigen Beispielland der Sternsingeraktion, die arbeiten müssen, statt zu spielen oder in die Schule zu gehen.
Die in Achberg gesammelten Spenden werden über das Missionswerk der Sternsinger je zur Hälfte für Kinder in Not in Forestal Bolivien und Nadanda Tansania verwendet.

Rückblick 2016 und 2017