Kommunionkinder bringen das Friedenslicht nach Achberg

Das weihnachtliche Friedenslicht, in der Geburtsgrotte in Bethlehem entzündet, wurde in einer zentralen Aussendungsfeier der Seelsorgeeinheit, die dieses Jahr in Schwarzenbach stattfand, an die Kommunionkinder weitergegeben. Mit dem Lied „Mach dich auf und werde licht“ zogen die Kommunionkinder hinaus in die Nacht und bringen nun das Licht von Bethlehem in unsere Achberger Kirchen und in den Gottesdienst zum 4. Advent. Es soll uns Kraft zum Frieden geben und hineinleuchten in diese friedlose Welt.

Öffnung der Turmkreuzkugel St. Georg in Siberatsweiler

Fast 90 Jahre schlummerten zeitgeschichtliche Dokumente in luftiger Höhe in der Turmkreuzkugel der Pfarrkirche St. Georg in Siberatsweiler. Im Rahmen der Kirchturmsanierung wurde vor einigen Tagen die mit Blattgold verzierte Turmkugel abgenommen und geöffnet. In deren Inneren fand sich eine recht unscheinbare, leicht angestaubte, braune und mit Silikon versiegelte Glasflasche, die am 13. Dezember 2016 in der Schlosserei Markus Schmid in Achberg unter Beisein von Herrn Pfarrer Galm, dem Architekten Herrn Herter und einigen Kirchengemeinderäten geöffnet wurde. Die Spannung war groß und es brauchte auch eine Portion Geduld, bis Herr Pfarrer Galm den Deckel der Glasflasche freilegen und öffnen konnte. Zwei Papierbündel kamen zum Vorschein. Einige neuere Dokumente, verpackt in einer Klarsichtfolie, die am 29. Oktober 1981 der Turmkugel für die Nachwelt anvertraut wurden und mehrere in Pergament gerollte brüchige und in altdeutscher Schrift beschriebene Blätter, die bereits am 18. Oktober 1927 in den Turmkopf gelegt wurden. Die 1927 von Pfarrer Brändle erstellten und signierten Seiten sind nur noch schwer zu entziffern. Im Wesentlichen beschreiben sie die Sanierungsarbeiten an der Kirchturmkuppel und die Neueindeckung mit Kupferblech. Sie enden mit dem hoffnungsvollen Satz: „Möge das neugeschaffene Werk für die hiesige Pfarrei und unser deutsches Volk, das immer noch unter dem verlorenen Weltkrieg 1914 – 1918 schwer leidet, zugleich das Erscheinen einer besseren und glücklichen Zukunft verkünden.“ Die jüngeren Dokumente sind von Pfarrer Fleig und dem Architekten Alfred Mennig unterzeichnet und beschreiben die Außenrenovierung von 1981, in deren Zuge die gesamte Fassade einschließlich Turm gestrichen, Turmkreuz, Kugel und Zifferblätter neu vergoldet und das Kirchendach neu eingedeckt wurden.
Interessierte haben am 1.Januar 2017 ab 19:00 Uhr anlässig der Fusionsfeier der beiden Achberger Pfarrgemeinden im Pfarrsaal Siberatsweiler die einmalige Gelegenheit, die zeitgeschichtlichen Dokumente zu besichtigen. Im Frühjahr 2017 werden diese dann wieder für unbestimmte Zeit in der 70 cm großen, goldenen Turmkugel verschwinden, zusammen mit neuen Zeitdokumenten, Fotos, Zeitungsartikel und Urkunden, die wir aus unserer Zeit für die Nachwelt erhalten wollen.

Ministrantengottesdienst 2016

Oh Heiland reiß die Himmel auf … Freier Blick kein Gerüst mehr in der Kirche. Die erste Zeile des Eingangsliedes zum 2. Adventsonntag entsprach wohl dem Gefühl, das die meisten Gottesdienstbesucher empfanden. Es war der erste Gottesdienst seit zweieinhalb Jahren, der ganz ohne Innengerüst in der Pfarrkirche St. Michael stattfand. Pfarrer Erhard Galm freute sich mit Allen über das gelungene Werk und dankte denen, die dazu beigetragen hatten. Er sagte: Die Kirche ist wieder frei vom Gerüst und es passe sehr gut, dass gerade in diesem ersten Gottesdienst die neuen Ministranten aufgenommen werden. Sie haben somit das Vorrecht in der wieder strahlenden Kirche zu dienen und die die Aufhören werden in dieser prächtigen Kirche verabschiedet.
Advent: Der Herr will bei uns ankommen. Am 2. Advent ist es immer Johannes der Täufer, der uns zu Jesus hinführt. Johannes verkündete in der Wüste. „Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe“. Alle Dienste im Gottesdienst sorgen dafür, dass der Weg für Jesus bereitet wird. Die Lektoren, die Kommunionhelfer, die Kirchenmusiker und die Ministranten die mit Ihren Händen die Gaben Brot und Wein zum Altar bringen. Pfarrer Galm ermutigte alle Dienste, das Gewöhnliche außergewöhnlich gut zu tun.
Die Sternengeschichte zum 2. Advent erzählte von einem einsamen ganz kleinen Stern, der durch den Besuch von Sonne, Außerirdischen und vom Mond erkennt dass jeder wichtig und etwas Besonderes ist - so wie er ist.
Nach dem Gottesdienst hatten die Ministranten und der Kirchengemeinderat zu Begegnung im Advent auf dem Kirchplatz bei Punsch, Kaffee und dem Spendenwein „Achberger Spendentröpfle“ eingeladen. (sm)

Pfarrkirche St. Michael Esseratsweiler erstrahlt in neuem Glanz

Zum 1. Advent 2016 waren die Renovierungsarbeiten an der Pfarrkiche abgeschlossen.

Die Schwäbische Zeitung schrieb am 10.12.2016 Link

Vorstellung der Erstkommunionkinder

„Heute haben wir gleich drei wichtige Ereignisse, die wir feiern wollen“, so begrüßt Pfarrer Galm die Gottesdienstbesucher am 1. Adventssonntag. „Wir beginnen mit diesem Gottesdienst die Adventszeit, wir tun dies nach langer Renovierungszeit wieder in der Pfarrkirche St. Michael in Esseratsweiler und wir dürfen heute die Erstkommunikanten begrüßen.“
Advent ist die Zeit des Ankommens. Gott klopft bei uns und besonders bei unseren Kommunionkindern an. Er möchte ankommen, einen Platz im Herzen der Erstkommunikanten finden. Ein Kommunionkind durfte dann auch gleich die erste Kerze des Adventskranzes anzünden. Am Ende des Gottesdienstes wurde jedes Kind einzeln vorgestellt, 15 Mädchen und Jungen, die sich in den nächsten Monaten auf die erste heilige Kommunion vorbereiten, befestigten einen Stern mit ihrem Namen am Altar. Zu diesen Sternen kamen drei weitere Sterne, als die Geschwister der Kommunionkinder Sternengeschichten erzählten und über drei Sternstunden von Maria, Josef und den Hirten berichteten. Die Sternengeschichten werden auch an den folgenden Adventssonntagen den Gottesdienst bereichern.

Adventskerzen auf dem Kirchplatz in Esseratsweiler

1. Advent - langsam soll es heller werden 
Zu Beginn des Advents ist noch Dunkelheit und unsere sehnsuchtsvolle Erwartung des Lichts. Jeden Adventssonntag wird es heller und es leuchtet eine Kerze mehr.
Erst an Heiligabend, zur Feier der Geburt Jesu Christi, soll dann der Christbaum strahlen und deutlich sichtbar machen: Mit Jesus kommt an Weihnachten Licht in die Welt.
Vier riesige Adventskerzen leuchten seit 2008 jedes Jahr im Advent auf dem Kirchplatz in Esseratsweiler. Jeden Adventssonntag wird eine mehr angeschaltet so wird es allmählich immer heller.
Mehr Gedanken zum Christbaum nicht schon im Advent finden Sie hier

Hüttenaufenthalt der Achberger Ministranten

Am Dienstagnachmittag 01.11.2016 machten sich 13 Ministranten, ab Klasse 8 und älter, mit Hertha Danner und Rosi Vogler auf den Weg zur Steurerhütte nach Schindelberg bei Steibis.

Wir verbrachten einen gemütlichen Abend und ließen uns das selbst mitgebrachte kalte Buffet schmecken. Unter anderem bereiteten die „ Großen“ eine Mini-Quiz-Rallye für die „Kleinen“ Mini`s vor. Am Mittwochmorgen kamen weitere 13 Ministranten mit freiwilligen Fahrern zur Hütte und brachten für alle das Frühstück mit, was wir uns dann gemeinsam schmecken ließen. Danach machten wir eine mehrstündige schöne Wanderung zu den Buchegger Wasserfällen, was ein tolles Erlebnis war. Der Wettergott hatte großes Erbarmen mit uns, denn wir kamen wieder trocken zur Hütte zurück. Wir erlebten einen fröhlichen Abend mit Hüttenzauber, Spaß, Spiel und Spaghettiessen. Am nächsten Morgen    nach dem Frühstück führten unsere großen Mini`s die Minirallye mit Stationen durch. Nach dem Aufräumen und Putzen der Hütte ging der schöne Aufenthalt in Schindelberg zu Ende.
Text und Bilder Rosi Vogler   Mehr über unsere Ministranten hier

"Cafe Nachbarschaftshilfe"

Am 19. 10. trafen sich 16 Senioren, 3 Begleiter und 6 Mitarbeiter zum Oktoberfest im Pfarrsaal Siberatsweiler. Nach einer gemütlichen Plauderstunde mit Kaffee und Kuchen versetzte uns Akkordeonspieler Heinz in gelöste Oktoberfeststimmung. Es wurde viel gesungen, geklatscht und geschunkelt. Einige Senioren gaben sogar ein Solo zum Besten. Dazwischen wurden Geschichten über den Herbst, über die Weisheit und über das Alter vorgetragen. Nach so viel „Sitzgymnastik“ mundete allen das leckere Vesper aus Zwiebelkuchen, Lauchquiche und salzigem Blätterteiggebäck. Suser-Wein, Bier und Limo rundeten das ganze ab. Gegen 17.30 Uhr fand unser fröhlicher Nachmittag sein Ende.  (Tina Dehm)

Erntedank in Siberatsweiler

Am Hauptaltar lehnt ein großes Wagenrad, gefüllt mit reifen Zwetschgen, saftigen Trauben, rotwangigen Äpfeln, Tomaten und Kartoffeln. Daneben stehen Krüge mit Getreideähren. Die Seitenaltäre zieren Krautköpfe, Karotten, Blumenkohl, Paprika, Brot, Eier und bunte Blumensträuße. Wir feiern das Erntedankfest und danken Gott für die reiche Fülle und das üppige Wachstum auf unseren Feldern und Gärten. Wir danken aber auch und bitten Gott um das Wachstum in uns selbst: Um das Wachstum im Glauben. Das gesungene Lob Gottes präsentierte uns der Kirchenchor im Wechsel mit Gesängen der Gemeinde. Die mitgebrachten Früchte wurden im Anschluss an den Gottesdienst zu Gunsten der Renovierung der Pfarrkirche St. Michael verkauft. Vielen Dank an alle Spender. Herzlichen Dank auch an die Mitglieder des Kirchenchors, die neben der musikalischen Gestaltung ein vielfältiges und feines Kuchensortiment mitbrachten, dessen Verkauf ebenfalls die Kirchensanierungen unterstützt.

Luftballonweitflugwettbewerb

69,5 km Luftlinie legte der Ballon von Leonie Krug auf dem Weg von der Bildeichkapelle durch das Argental, über Isny, Kempten bis nach Markt Oberdorf zurück. Damit hat er von den neun Ballons, die gefunden wurden, die größte Distanz überwunden. Herzlichen Glückwunsch! Gratulation auch an die weiteren 8 Teilnehmer, deren Ballons in Pechtensweiler, Oberreitnau, Altusried, Dietmannsried oder Wildpoldsried gefunden wurden. Und natürlich ein herzliches „Vergelt‘s Gott“ an alle, die sich bei der Aktion beteiligt haben. Sie haben damit 455 Euro für die Kirchensanierung gespendet. Herzlichen Dank in dem Zusammenhang auch an Herrn Kloker, der den ersten vier Gewinnern eine Pferdekutschfahrt rund um Achberg spendiert.

Der Kirche aufs Dach gestiegen

Kirchenbesichtigung und Weinfest zugunsten der Sanierung der Pfarrkirche Sankt Michael in Esseratsweiler

Wer am 3. September der Einladung des Kirchengemeinderates folgte und die 60 Stufen des Baugerüstes zum Kirchendach hinaufstieg, wurde vom Architekten Herrn Herter und von Herrn Maier, Geschäftsführer der Firma Maier Holzbau empfangen und durch das Dachgewölbe der Pfarrkirche St. Michael geführt. Es gab viele Informationen über die Bauweise mittelalterlicher Kirchen und man konnte ganz neue Einblicke über das Innenleben eines Kirchendachstuhls gewinnen. Natürlich wurde auch viel über den Verlauf der Sanierungsarbeiten im Chorgewölbe und Langschiff informiert. Die Besucher konnten bequem oberhalb des Deckengewölbes über Laufstege gehen und einen Blick in die Gewölbezwickel werfen, aus denen in den letzten Monaten aufwendig und teilweise mit bloßen Händen bis zu einem halben Meter Dreck und Bauschutt vergangener Jahrzehnte entfernt wurde, um den Hausschwammbefall zu bekämpfen. Spannend waren auch die Ausführungen von Herrn Herter zu den gefederten Zugstangen, die mittig am Chorgewölbe angebracht wurden und über spezielle Vorrichtungen minimal gespannt werden, um Windeinwirkungen auf das Kirchendach auszugleichen. In der Vergangenheit waren die Konstruktionen starr und haben dadurch den Druck an das Gewölbe weitergegeben, was dann zu den Deckenabbröckelungen führte.

Während die Sanierungsarbeiten im Chorgewölbe schon fast fertig sind und jetzt die Stuckateure mit der Reinigung und Instandsetzung der Stuckdecken beginnen können, haben die Arbeiten im Langschiff erst begonnen. So wie es heute aussieht, steht die Kirche der Gemeinde erst Anfang Dezember und nicht wie gehofft schon ab Oktober wieder zur Verfügung. Die Verzögerung ist hauptsächlich auf das Auftreten des Hausschwammes zurückzuführen, für dessen Bekämpfung erst eine spezielle Firma beauftragt werden musste. Aber auch die beengten Verhältnisse in den Gewölbezwickeln, wo immer nur ein kleines Team arbeiten konnte, verzögerte die Arbeiten.

Bei Wein und Zwiebelkuchen am Kirchplatz gab es dann auch angeregte Diskussionen über die Renovierungsarbeiten und die zeitliche Verzögerung. Die mutigen „Dachbesteiger“ erzählten ausführlich über ihre Eindrücke der Kirchenbesichtigung von einem ganz neuen und ungewohnten Blickwinkel aus. Und natürlich wurde auch über die Finanzierung und über den regen Spendeneingang gesprochen. Stand August sind bereits 40% der notwendigen Summe von 63.000 Euro eingegangen, die von der Kirchengemeinde selbst finanziert werden müssen. Einnahmen von Benefizkonzerten, Kapellenfest und Adventsbasar, aber auch die großzügigen Spenden der Achberger Bürgerinnen und Bürger und eine Spende der Dornier Stiftung haben zu diesem respektablen Ergebnis geführt. Mit dem Ausschank und Verkauf des „Achberger Spendentröpfles“, einem regionalen Wein vom Bodensee, erhofft sich der Kirchengemeinderat eine weitere Einnahmequelle zur Schließung der Spendenlücke.

Kapellenfest: "Gemeinsam schaffen wir das!"

Achberger Spendentröpfle“ und Luftballonweitflugwettbewerb an der Bildeichkapelle zu Gunsten der Kirchenrenovierung

Es ist immer ein besonderer Festtag für die Achberger, wenn am ersten Sonntag im Juli auf dem Kapellenberg oberhalb von Esseratsweiler Mariä-Heimsuchung gefeiert wird. Diesen Ort verehren die Achberger Katholiken und ziehen in Erinnerung an ein Gelöbnis aus dem Jahre 1945 in einer Bittprozession hinauf zur Bildeichkapelle. Dieses Jahr brachten die Kinder der Gottesmutter einen bunten Blumengruß aus ihren Gärten mit und lasen anschließend ihre Fürbitten und Wünsche vor. Im Mittelpunkt des Festgottesdienstes zum Patroziniumsfest stand das „Magnificat“, der Lobpreis Marias. Und die ganze Gemeinde bestärkte den Gedanken mit dem Kanon „Lobet und preiset ihr Völker den Herrn“. Kirchenchor und Musikkapelle stimmten in den Jubelgesang ein und machten den Gottesdienst zu einem freudigen Erlebnis.

Der anschließende Frühschoppen stand dann ganz im Zeichen der anstehenden Kirchenrenovierung von St. Michael. Gleich einem Startschuss für die Spendenaktionen zur Finanzierung der Sanierungsarbeiten machten sich Punkt zwölf Uhr viele bunte Luftballons mit ihren Spenderkarten auf den Weg zu einem Luftballonweitflugwettbewerb. Neben dem traditionellen Kaffee- und Kuchenbuffet schenkte der Kirchengemeinderat erstmals das „Achberger Spendentröpfle“ aus. Der regionale Wein aus der Bodenseegegend kam bei den Festgästen recht gut an und wird in den folgenden Wochen und Monaten immer wieder einmal zu Gunsten der Kirchenrenovierung ausgeschenkt und verkauft werden.

Gottesdienst zum Floriansfest

Ein besonderer Gottesdienst an einem besonderen Ort. Wegen der Renovierung der Pfarrkirche St. Michael fand der Gottesdienst zum Floriansfest mit Pastoralreferentin Mirjam Schweizer und Pfarrer i.R. Winni Schmitt in der Achberghalle statt. Anschließend segnete Pfarrer Schmitt das neue Feuerwehrfahrzeug. 

Jeder von uns wird durch die Kommunion zu einer lebendigen Monstranz

Die Pfarrkirche St. Michael wird seit Anfang Mai renoviert, also machten die Achberger aus der Not eine Tugend und feierten Fronleichnam im Freien, was dem Hochfest des Leibes und Blutes Christi eine besondere Note verlieh. Bei angenehmen Temperaturen und blauem Himmel zog der Pfarrer begleitet von den Ministranten, der Musik und den Fahnenabordnungen von der Kirche zum Schulhof, wo unter Mitwirkung des Kirchenchores und der Musikkapelle ein festlicher Gottesdienst gefeiert wurde. Die Kommunionkinder mit ihren Festgewändern waren die Ehrengäste und machten deutlich, wofür Fronleichnam steht: Jesus, der sich uns im Brot schenkt. Wir verehren Jesus im Brot, das als Hostie in dem wertvollen, goldenen Gefäß der Monstranz ausgestellt und angebetet wird. Jeder von uns wird durch die Kommunion zu einer lebendigen Monstranz und strahlt etwas von der Größe und Schönheit Jesu aus, sagte die Gemeindereferentin Gertrud Geiger. Später führte die Prozession mit der Monstranz unter dem reich bestickten Stoffhimmel zu den festlich geschmückten Altären mit den bunten Blumenteppichen. Es war für alle ein schönes Fest im Grünen, nichtsdestotrotz hoffen wir, dass wir das nächste Fronleichnamsfest wieder in unserer Pfarrkirche feiern können, denn nicht jedes Jahr dürfen wir auf so schönes Wetter hoffen. Dank der leckeren Kuchenspenden vieler Achberger Bäckerinnen und Bäcker kam auch noch ein willkommener Beitrag für die Kirchenrenovierung zusammen.

Wir bitten Gott um gedeihliches Wetter aber auch um Hilfe bei persönliche Anliegen

In der Woche vor Christi Himmelfahrt und auch am Fest Christi Himmelfahrt selbst gab es in der Seelsorgeeinheit „An der Argen“ viele Bittprozessionen, bei denen wir um Fruchtbarkeit für Feld und Flur und um Verhütung von Hagel, Frost und anderen Unwetter baten. Wir beteten aber auch für mannigfache menschliche Anliegen und um den Segen für alles menschliche Schaffen. Um etwas zu bitten bedeutet auch, Vertrauen zu haben. Vertrauen, sich nicht groß absichern zu müssen, sondern sich auf Gott verlassen zu dürfen. Die Gemeindereferentin Gertrud Geiger brachte ein schönes Beispiel vom ihrem dreijährigen Neffen, der sich im Vertrauen darauf, von ihr aufgegangen zu werden, auf halber Höhe von der Treppe stürzte und sich einfach fallen ließ. Auch wir dürfen uns hineinfallen lassen in Gottes Fürsorge. Wir wissen, es gibt Arme, die uns auffangen. Ich tue, was ich beitragen kann, aber ich bin nicht allein. Gott geht mit jedem Schritt mit. Das vorangetragene Kreuz symbolisiert diesen schönen Gedanken auf unserem Weg von der Kirche in Siberatsweiler Richtung Lourdesgrotte.

Herzlichen Dank allen, die mitgegangen sind, mitgefeiert haben und zum Gelingen beigetragen haben. Danke auch an die Ministranten von Siberatsweiler, die anschließend Kuchen für die Sanierung der Kirche verkauft haben.

Baubeginn am Montag, den 9. Mai 2016 - Kirchennutzung während der Baumaßnahmen voraussichtlich nicht möglich

Endlich sind alle Finanzprüfungen und statischen Voruntersuchungen abgeschlossen und die Sanierungsarbeiten an der Pfarrkirche St. Michael in Esseratsweiler können beginnen. Am Montag, den 9 Mai werden die ersten Handwerker anrücken. Zunächst müssen zum Schutz vor Staub und Beschädigung die Altäre, die Figuren am Hochaltar sowie die Apostelfiguren sorgfältig eingepackt werden. Auch die Orgel wird gut verpackt, damit der Staub dem empfindlichen Instrument nicht zusetzten kann. Gut eine Woche später werden dann die Gerüstbauer eintreffen und mit dem Einrüsten des Chorgewölbes beginnen. Außerdem wird ein Außengerüst aufgestellt, damit der Dachraum von außen zugänglich ist. Von Ende Mai bis Ende Juni wird an der Chorinstandsetzung und Deckensicherung im Chorgewölbe gearbeitet. Die Arbeiten im Langhaus folgen etwas zeitversetzt zwischen Mitte Juni und Ende Juli. Wenn alles nach Plan läuft, sind die Arbeiten bis Anfang August abgeschlossen. Dann müssen nur noch die Gerüste und Schutzeinhausungen abgebaut werden, damit der Stuckrestaurator mit der Reinigung der Altäre und mit dem Wiederaufstellen der Figuren beginnen kann. Diese Arbeiten werden gemäß den Plänen der Architekten den ganzen August in Anspruch nehmen. Damit steht der Gemeinde die Kirche ab Ende August bzw. Anfang September wieder zur Verfügung. Wegen der Einrüstung des Chorraumes können höchstwahrscheinlich während der Baumaßnahmen keine Gottesdienste in der Pfarrkirche gefeiert werden. Sofern das Wetter mitspielt, werden die großen Gottesdienste zum Florians-, Fronleichnams- und Kapellenfest im Freien stattfinden, an normalen Sonntagen kann bei Bedarf auf die Bildeichkapelle oder die Kirche in Siberatsweiler ausgewichen werden.

Mit der Sanierung von Langhaus und Chorgewölbe ist es nicht getan, mit der Instandsetzung des Turms steht ein zweiter Bauabschnitt an. Hier handelt es sich im Wesentlichen um Schäden durch Fäulnis in den einzelnen Turmebenen sowie am eingemauerten Fachwerk der Glockenstube. Außerdem sind Sanierungsarbeiten am Turmhelm erforderlich. Für diesen Bauabschnitt läuft das Genehmigungsverfahren der Diözese bis Ende Mai. Bei einem positiven Bescheid könnte im Frühjahr 2017 mit den Arbeiten begonnen werden.

Die Gesamtkosten für den ersten Bauabschnitt belaufen sich auf 435.000 EUR. Der größte Brocken von 331.000 EUR wird von der Diözese getragen, der Rest muss durch Schuldenaufnahme und über Spenden finanziert werden. Für die Turmsanierung müssen wir mit einem ähnlich hohen Betrag rechnen.

Seit einigen Jahren sammelt die Gemeinde deshalb mit Adventsbasar, Patroziniumsfesten oder Benefizkonzerten Spendengelder. Der Kirchengemeinderat sucht zur Zeit intensiv nach weiteren kreativen Wegen, um die Summe für die Sanierung von St. Michael aufzubringen. Aufgerufen sind natürlich auch alle Geschäftsleute, Unternehmer, Vereine und die ganze Kirchengemeinde, mit ihrer persönlichen Spende oder einer kreativen Idee zur Spendensammlung ihren Beitrag für die Erhaltung der schönen Barockkirche in Esseratsweiler zu leisten.

 

 

Kirchenchor, Musikverein und Fahnenabordnungen sorgten für Festtagsstimmung beim Patroziniumsfest in Siberatsweiler

Nach dem Gottesdienst ging es zum Frühschoppen in den Pfarrsaal

Viel ist nicht überliefert über den heiligen Georg, so Pfarrer Galm zu Beginn des Gottesdienstes. Es sind vielmehr die Legenden, die sich um sein Leben ranken. Die meisten von uns kennen die Geschichte vom Kampf des Ritters Georg mit dem höllischen Drachen, eine Szene, die auch im Deckengemälde der Pfarrkirche in Siberatsweiler abgebildet ist.

Zum festlichen Einzug in die Kirche kamen trotz des launischen Aprilwetters der Musikverein Achberg und die Fahnenabordnungen der Vereine. Mit dem kraftvollen St. Georgslied begann der Gottesdienst und mit sorgfältig ausgesuchten Liedern hat der Kirchenchor dem Festtag des heiligen Georgs einen würdigen Rahmen gegeben. Im Mittelpunkt der Predigt stand die Frage, woran man denn einen Christen erkenne. Das könnte der Gottesdienstbesuch am Sonntag oder der Eintrag der Religion in der Lohnsteuerkarte sein. Jesus meint aber ein ganz anderes Erkennungszeichen: „Liebt einander so wie ich euch geliebt habe.“ Daran sollen alle erkennen, dass wir Christen sind, so Pfarrer Galm.

Nach dem Gottesdienst wurden die Kirchbesucher nicht nur von einem kurzen aber kräftigen Hagelschauer begrüßt, sondern auch von der festlicher Musik des Musikvereins, der ein paar Ständchen zum Festtag von St. Georg spielte. Dann ging es hinein in den warmen Pfarrsaal zum Frühschoppen mit Kaffee und Kuchen oder, wer es bereits etwas deftiger wollte, mit Gulaschsuppe oder Wiener und Semmel. Der Erlös aus dem Imbiss- und Getränkeverkauf kommt der Turm- und Fassadensanierung der Pfarrkirche St. Georg zu Gute, für die die kleine Gemeinde mehr als 50.000 Euro aufbringen muss.

Nachbarschaftshilfe lädt zum Nachmittagskaffee ein

Die Nachbarschaftshilfe Achberg verbrachte mit ihren Senioren eine gemütliche Caférunde und einen gelungen Nachmittag. Luzi Hirenbach und ihre Kinder haben für sie musiziert und auch einige Lieder vorgetragen z.Teil in schwäbischer und bayrischer Mundart. Nach dem Kuchenschmaus haben alle zusammen gesungen. Molly hat eine rührende Geschichte vorgelesen. Zwischendurch war aber immer wieder Zeit für gute und interessante Gespräche. Einige Senioren trauten sich sogar ein Solo zu singen.Da unser Nachmittag so viel Zuspruch fand und Freude auslöste, wird er sicher öfters stattfinden. (Text und Bilder: Tina Dehm)

70 Jahre im Kirchenchor Achberg - Langjährige Mitglieder werden geehrt

Im Rahmen der Generalversammlung des Kirchenchors Achberg, mit den Kirchengemeinden St. Michael und St. Georg, wurden in diesem Jahr wieder langjährige Mitglieder geehrt.Herr Pfarrer Galm hielt die Laudatio und dankte allen Sängerinnen und Sängern für das Engagement im Chor. Ebenso ging sein Dank auch an die Chorleiterin und Organistin Brunhilde Müller, die sich, so Hr. Pfarrer Galm, mit der Auswahl an Gesängen immer auf der Höhe der Zeit bewegt.Eine besondere Lobrede erhielt Herr Manfred Spinnenhirn für 70 Jahre Mitgliedschaft. Für 60 Jahre Treue wurden Elfriede Mayer, Maria Storkenmaier und Hermann Löchle geehrt. Allen wurde der Ehrenbrief vom Cäcilienverband Diözese Rottenburg-Stuttgart sowie ein Ehrenbrief von Bischof Gebhard Fürst überreicht.Des weiteren wurden Maria Demuth für 45 Jahre, Thomas Krug für 30 Jahre, Peter Kaeß für 25 Jahre (Silbernes Jubiläum), Ursula Herz, Georg Hirenbach jun. und Reinhold Hirenbach für 20 Jahre und Dieter Hermann für 10 Jahre Kirchenchor-Treue ausgezeichnet. Alle erfreuten sich an ihrer Urkunde und dem Buchgeschenk „Wege zur Mitte“. Der Vorstand Peter Kaeß und auch die Chorleiterin sprachen noch ihren Dank aus und lobten den Chor, der sich nicht nur durch seine Gesänge auszeichnet sondern auch durch seine Altersstruktur. Es singen 33 SängerInnen in der Altersklasse von 13 – 90 Jahre, so etwas dürfte einzigartig sein! Nach dem Jahresprotokoll und dem Kassenbericht fand der unterhaltsame Abend mit dem Argental Lied den Ausklang.

(Text und Bild von Heidi Herzog)

Benefizkonzert für St. Michael

Anja Strodel und Bruni Müller präsentieren ein fein abgestimmtes Programm

Am Sonntag, den 10 April öffnete die Pfarrkirche St. Michael ihre Pforten für das fünfte Benefizkonzert der beiden talentierten Musikerinnen Bruni Müller und Anja Strodel. Schnell füllte sich die Kirche bis auf den letzten Platz. Zur Einstimmung präsentierte Bruni Müller an der Orgel „Happy Pipes“ zu Deutsch „Glückliche Pfeifen“. Das moderne und rhythmisches Stück gab den Konzertbesuchern bereits eine Vorahnung, was die Orgelpfeifen noch so alles zu bieten haben. Weiter ging es mit Händel und einem fröhlichen Dialog zwischen der voll tönenden Orgel und den feinen Klängen der Querflöte, die Anja Strodel so vortrefflich zu spielen versteht. Das nächste Stück „Be still my soul“, übersetzt „Sei ganz ruhig, meine Seele“, hat einen so schönen Text, dass Anja Strodel ihn für die Konzertbesucher ins Deutsche übersetzte und vorlas, bevor sie mit ihrer klaren und voluminösen Stimme das Lied vorstellte. Mit dem Stück „Nostalgia“ von Alexander Wolf präsentierten die beiden Musikerinnen an Orgel und Querflöte ein sehr melodiöses Stück, das zum Träumen einlud. Mit Spannung erwartet wurde die Uraufführung des selbst geschriebenen „Ave Marias“. Die Melodie zu diesem Lied hat sich Anja Strodel auf ihren Fahrten nach Wangen, wie sie sagte, geradezu aufgedrängt und Bruni Müller schrieb dazu die Begleitung. Es war dann auch mucksmäuschenstill in der Pfarrkirche, als Anja Strodel, begleitet von der Orgel ihr ganz persönliches Gebet zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentierte. Ein weiterer Höhepunkt war das „Concertino“ von Chaminade, ein facettenreiches Wetteifern zwischen Orgel und Flöte. Auf den kräftezehrenden Wettstreit der Instrumente folgte das ruhig Stück „Cantilene nuptial“ von Theodore Dubois, gefolgt vom Mozarts Laudate Dominum und einer Hommage an den Frühling von E. Grieg. Nach dem wuchtigen Marsch „Marche Sortie“ von Theodore Dubois am Schluss des Programms erklatschten sich die begeisterten Besucher noch eine Zugabe. Alles in allem ein wahrer Konzertgenuss in der klaren Akustik des Kirchenraumes der Pfarrkirche St. Michael.

In ein paar Wochen werden die Orgelklänge für einige Zeit verstummen. Mit dem Beginn der Renovierungsmaßnahmen der Pfarrkirche wird die Orgel eingepackt und voraussichtlich erst wieder im Herbst aufs neue erklingen. Um so wertvoller das Konzert, dessen Erlös die Musikerinnen großzügig für die Renovierung der Pfarrkirche St. Michael zur Verfügung stellen.

15 Kinder feiern Erstkommunion in Achberg

Bei wunderbarem Wetter feierten 15 Achberger Kinder ihre Erstkommunion in der St. Michaels Kirche in Esseratsweiler.Unter dem Motto „Kommt her und esst“ empfingen sie dieses Sakrament von Pfarrer Galm. Die Mädchen und Jungen hatten sich seit Anfang Dezember auf diesen Tag intensiv vorbereitet. Musikalisch gestalteten der Chor DaCapo und die Organistin Bruni Müller diesen besonderen Gottesdienst.

Nach dem festlichen Auszug aus der Kirche spielte der Musikverein Achberg den Kindern ein kleines Ständchen.

Gründonnerstag: Messe vom letzten Abendmahl

Der Gottesdienst beginnt noch mit großem Einzug ... von Ministranten, Pfarrer i.R. Winni Schmitt und Gemeindereferentin Gertrud Geiger und mit Orgelspiel.

Pfarrer Schmitt erklärt dass unsere Liturgie eine Feier ist die mit allen Sinnen zu erfahren ist: So hören wir die Worte, wir sehen die Zeichen, wir beten und singen mit unserem Mund, wir berühren die Hände beim Friedensgruß, wir gehen zur Kommunion und schmecken den Leib Christi, wir nutzen unseren Geist um nachzudenken und unsere Seele kann in der Stille ganz zu uns und zu Gott kommen. Das Fazit: Unsere Liturgie ist wunderbar. Sie kann im großen Stadion genauso gefeiert werden wie in einer ganz kleinen Gemeinschaft. Sie gibt es auf der ganzen Welt und man kann sie in allen Sprachen verstehen. Und es gibt sie schon seit 2000 Jahren. Unsere Liturgie ist von Jesus er sagte beim letzten Abendmahl:  „Das ist mein Leib und das ist mein Blut, tut dies zu meinem Gedächtnis“

Mit der Feier vom letzten Abendmahl am Gründonnerstag begann das Leiden und Sterben Jesu, die Passion. Zum Gloria ertönten zum letzten Mal die Orgel, die Kirchenglocken und die Altarschellen der Ministranten. Diese werden bis zum Gloria in der Osternacht schweigen.

Die diesjährigen Erstkommunionkinder erhielten ihre weißen Kommuniongewänder zur Erinnerung daran, dass bei den frühen Christen die Frischgetauften weiße Gewänder trugen und nach einer Woche die erste Kommunion bekamen.

Der Gottesdienst endet damit dass das Allerheiligste in einer stillen Prozession aus der Kirche getragen wird ... wie Jesus den Abendmahlsaal verließ und zum Ölberg aufbrach ... auch wurden Schmuck, Kerzen und die Altartücher aus der Kirche entfernt als äußeres Zeichen der Vorbereitung auf den Tod Jesu.

Kirchengemeinderat ist eine coole Sache

KGR Team Event zum Jahrestag der Wahl

Fast ein Jahr lang arbeiten die neu gewählten Kirchengemeinderäte von Esseratsweiler und Siberatsweiler jetzt zusammen. Die bunt gemischte Truppe von enthusiastischen Neueinsteigern und „erfahrenen alten Hasen“, von energiegeladenen Jungspunden und altersweiser Seniorität ist im letzten Jahr zu einem starken Team zusammengewachsen. Einiges wurde in Angriff genommen oder bereits umgesetzt. Die Bandbreite reicht von den abschließenden Renovierungsarbeiten des alten Pfarrhauses, über die anstehenden Bausanierungsprojekte der beiden Pfarrkirchen bis hin zum Betreuungsangebot des Kindergartens St. Christophorus. Auch der Festausschuss hatte alle Hände voll zu tun bei der Organisation der Patroziniumsfeste, dem Tag der offenen Tür im Pfarrhaus, der Geburtstagsfeier unseres Pfarrers i.R. Winni Schmitt oder der Ausrichtung des Adventsbasars.

Teamarbeit und Wir Gefühl wollen die Kirchenräte dennoch nicht dem Zufall überlassen. Aus diesem Grund traf man sich zum Jahrestag der Wahl zu einem kleinen Team Event. Treffpunkt war die Kirche in Siberatsweiler. Jupp Farfeleder hat den interessierten Zuhörern die sichtbaren und verborgenen Schätze der Kirche eloquent und kompetent aufgezeigt. Höhepunkte waren der Blick in den Raum über der Sakristei, der früher nur den „Honoratioren“ vom Schloß Achberg zugänglich war und der Blick auf die im rechten Seitenaltar verborgenen Reliquien des heiligen Zelsus. Anschließend ging es zu einer gemütlichen Kaffeerunde ins Landhaus.

Auf die Frage, wie sie denn ihr erstes Jahr als neu gewählte Kirchengemeinderätin beschreiben würden, sagte das jüngste Mitglied Martina Roth: „Am meisten beeindruckt hat mich, wie viele Leute auch im Hintergrund aktiv sind, auch Leute, die etwas weiter weg sind von der Kirche.“ Fritz Lang, der eher zur Delegation der „altersweisen Seniorität“ gehört, fasste seine Eindrücke des ersten Jahres wie folgt zusammen: „Das ist schon eine interessante und wichtige Aufgabe. Da hängt viel mehr dran, als man von außen sieht.“ Und zum Thema Team bestätigten beide übereinstimmend: „Wir sind ein gutes Team, jeder bringt seine Stärken ein, die Aufgaben sind auf mehreren Schultern verteilt, man kann sich aufeinander verlassen und Spaß und Freude bei der gemeinsamen Arbeit waren immer garantiert.“ Ach ja, und seit dem gemeinsamen Event gibt es nun auch eine KGR-WhatsAppGruppe. Man muss ja am Ball bleiben!

Palmsonntag: Triumphaler Empfang und dunkle Vorahnung der bevorstehenden Karwoche

Die Kommunionkinder gestalten den Gottesdienst

Mit dem Palmsonntag beginnt die vorösterliche Zeit. Die Kinder, allen voran die Kommunionkinder, aber auch viele Erwachsen trugen ihre Palmbuschen und Palmstangen zur Kirche. Die Gemeinde versammelte sich draußen vor dem Osterbrunnen, der, wir Pfarrer i.R. Winni Schmitt erläutert, drei Symbole des Lebens widerspiegelt: die bunten Eier, das frische Grün und das Wasser. Und so wie der Osterbrunnen ein Zeichen des Lebens ist, ist auch Jesus ein Mensch des Lebens.

Fröhlich und in Festtagsstimmung zog die Gemeinde nach der Palmsegnung mit dem Kreuz voran in die Kirche ein. Aber schon bald zeigte sich sehr deutlich, wie untrennbar miteinander Leben und Tod verbunden sind. Im Mittelpunkt des anschließenden Gottesdienstes stand die Leidensgeschichte Jesu, die von den Kommunionkindern sehr anschaulich mit Gegenständen aus aller Welt illustriert wurde:

  • einem Mantel aus Afghanistan als Zeichen der Ehrerbietung der jüdischen Bevölkerung, die Kleider auf den Weg legten, als Jesus auf einem Esel in die Stadt einzog,
  • einem Lasso aus Texas, als Symbol der Festnahme und Fesselung Jesu am Ölberg,
  • einem Hahn, der uns daran erinnert, dass Jesus von Petrus drei mal verraten wurde,
  • einem Poncho aus Mexiko, der den purpurroten Mantel symbolisiert, den man Jesus zur Verspottung und Verhöhnung übergeworfen hatte
  • und schließlich mit dem Kreuz, das Jesus für uns getragen hat und an das er geschlagen wurde.

So bildlich untermalt hat die Leidensgeschichte nicht nur unseren Verstand erreicht, sondern auch unser Herz gerührt, wie die Gemeindereferentin Gertrud Geiger am Ende der Gottesdienstfeier betonte.

Bischof Gebhard Fürst übernimmt Ehrenpatenschaft für Julia Magdalena Schweizer

Am Sonntag während des Kindergottesdienstes gab es etwas, das es so in Achberg noch nie gegeben hat. Am Ende der Sonntagsfeier bat Pfarrer Galm die Familie Schweizer zum Altar. Sieben Kinder kamen zusammen mit ihren Eltern Ursula und Thomas Schweizer nach vorne. Feierlich überreichte Pfarrer Galm im Namen von Bischof Gebhard Fürst der Familie die Urkunde zur Ehrenpatenschaft, die die Diözese Rottenburg-Stuttgart für Julia Magdalena, geboren am 26.10.2015, übernimmt. Bereits eine Woche zuvor, so erwähnte Pfarrer Galm, wurde die Ehrenpatenschaft des Bundespräsidenten Joachim Gauck von Bürgermeister Dr. Aschauer überreicht.

Mit der Ehrenpatenschaft ist ein Geldgeschenk oder ein Aufenthalt in einem Feriendorf der Diözese verbunden. Mit dieser symbolischen Geste will Bischof Fürst die besondere Wertschätzung der Kirche für Ehe und Familie zum Ausdruck bringen.

Die Großfamilie ist vorbildlich organisiert. Die Großen kümmern sich um die Kleinen und jeder übernimmt seine Aufgaben "Nur so kann alles reibungslos funktionieren", berichten die Eltern. Während die kleine Julia bei Ihrer Mama zuhause ist, sind Daniel (3) und Matthias (5) im Kindergarten gut versorgt, und die „Großen“ Kristina (13), Stefan (12), Annika (10) und Dominik (7) gehen bereits zur Schule.

Die Geschichte vom verlorenen Sohn

Kindergartenkinder und Erzieherinnen gestalten den Gottesdienst mit.

Am 06. März feierten die Kindergartenkinder, das Kindergartenteam und die ganze Gemeinde gemeinsam den Sonntagsgottesdienst in Esseratsweiler. Pfarrer Erhard Galm begrüßte alle und erinnerte daran, dass heute am 4. Fastensonntag die halbe Fastenzeit schon vorbei, und das Ziel Ostern schon bald in Sicht ist. Drei Kindergartenkinder sprachen die Rufe zum Kyrie. Das Evangelium vom verlorenen Sohn, die schönste Geschichte der Bibel so Pfarrer Galm, wurde von den Kindergartenkindern durch ihr Spiel eindrucksvoll dargestellt.
Gespannt lauschten alle der Geschichte wie der Sohn mit dem Geld des Vaters in die Welt hinaus zieht, erst Feste feiert und dann als armer Schweinehirt endet. Reuevoll kehrt er nach Hause zurück. Dort wird er zu seiner Überraschung von seinem Vater mit offenen Armen empfangen. Der Bruder der zu Hause geblieben war und immer treu dem Vater geholfen hatte ist zuerst sehr erzürnt. Doch dann überzeugt ihn der Vater, dass auch er sich freuen solle, dass der Bruder wieder heimgekehrt ist. Zum Schluss sind alle glücklich und dankbar vereint.
Pfarrer Galm verstärkte das Gespielte in der Predigt und ermutigte, dass wir mit unseren Schwächen auf die Anderen zugehen dürfen und wir in der Hoffnung sein dürfen, dass der andere uns verzeihe. Barmherzigkeit und Vergebung das ist der Weg Jesu. Gott geht auf uns mit ausgebreiteten Armen zu. So sollen auch wir auf andere zugehen.
Auch die Fürbitten sprachen die Kindergartenkinder. Sie baten für alle Menschen, die kein Zuhause haben, für alle die Angst haben, für alle die sich gestritten haben und für alle, die traurig und mutlos sind.

Beim Weltgebetstag wurde eine Brücke nach Kuba geschlagen

Eine Fotoshow vermittelte den Gottesdienstbesuchern eine Ahnung vom Lebensgefühl aber auch von den Nöten und Sorgen des Landes.

Junge Mädchen begrüßten die Gottesdienstbesucher am Freitag den 4. März in der Kirche in Siberatsweiler mit einem herzlichen „Bienvenida!“ und einer Blüte des Schmetterlingsjasmis. Der Altarraum war mit der kubanischen Flagge und mit den Nationalfarben des Landes geschmückt. Karibische Musik ertönte aus den Lautsprechern und Frauen stellten facettenreich den Inselstaat vor. Im Mittelpunkt der Liturgie stand eine Vision des Propheten Jessaias mit Hoffnungsbildern, die einen Neubeginn ankündigen. Die Lesung erzählte die Geschichte vom Frieden zwischen den Menschen und der Schöpfung. Symbolisch schmückten die Frauen während der Lesung einen trockenen, toten Baum und ließen ihn mit grünen Blättern mit Aufschriften wie „Gerechtigkeit“, „Stärke“, „Treue“ und „Frieden“ neu aufblühen. Der Chor DaCapo, begleitet von Gitarrenklängen, sang mal in deutscher, mal in spanischer Sprache rhythmische Lieder, die von der großen Lebensfreude der Menschen in Kuba zeugen. Nach dem Gottesdienst trafen sich die Besucher im Pfarrsaal in Siberatsweiler und ließen bei Speisen und Getränken, die teilweise nach kubanischen Rezepten zubereitet wurden, den Abend ausklingen.

Aktion Hoffnung Kleidersammlung

Am 26/27. Februar war wie jedes Jahr im Frühjahr die Aktion Hoffnung Kleidersammlung auch in unseren Gemeinden. Viele Bürger und Bürgerinnen waren dem Aufruf gefolgt und hatten viele Säcke mit Altkleidern zu den beiden Sammelstellen gebracht.

Je ein Kirchengemeinderat aus Esseratsweiler und Siberatsweiler kümmerten sich gemeinsam um den Transport der Säcke von Achberg nach Wangen. Beim Abladen in Wangen waren nur halb so viele Helfer wie sonst vor Ort da am gleichen Tag Firmung war und auch sonst noch einige parallele Veranstaltungen.

Vermutlich durch die Zwischensammlung im Herbst für die Flüchtlinge kamen insgesamt nicht so viele Kleidersäcke wie in den vergangen Jahren zusammen. Allen Spendern und Helfern ein herzliches Dankeschön.

„Kirche vor Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“

Informationsabend als erster Schritt auf einem neuen Weg

Am Abend des 25. Februars waren die Kirchengemeinderäte von Siberatsweiler und Esseratsweiler zusammen mit den anderen Gemeinden der Seelsorgeeinheit zu einem Informationsabend der Diözese eingeladen. Der Dekanatsreferent Florian Müller skizzierte einen Entwicklungsprozess, der die Kirche in den nächsten Jahren beschäftigen wird und er forderte die Kirchengemeinden auf, aktiv mitzuarbeiten und mitzugestalten.

Es geht um so entscheidende Fragen wie „Wozu sind wir heute Kirche?“ „Was ist unser Auftrag?“ und „Wie erfüllen wir den Auftrag“. Die Volkskirche ist kein zukunftsweisendes Modell mehr, so der Dekanatsreferent. Statistiken der letzten Jahrzehnte zeigen uns ein kritisches Bild. Kirchliche Skandale haben darüber hinaus zu einem Vertrauensverlust geführt. Gleichzeitig gibt es in vielen anderen Bereichen Menschen jenseits der traditionellen Kirchengemeinde, die sich aktiv für ihre Mitmenschen einsetzen. Die Grundorientierung des Prozesses rückt Verhaltensmuster wie vertrauen, (los-)lassen, sich einlassen, erwarten, wertschätzen in den Mittelpunkt. Neben der Einübung geistiger Haltung geht es in den weiteren Phasen des Entwicklungsweges um die pastorale Profilierung und schließlich die pastorale Umsetzung.

Die Richtung ist klar, jetzt geht es in einem zweiten Schritt darum, den Prozess für unsere Seelsorgeeinheit und für unsere Kirchengemeinden zu beschreiben. Dazu werden sich die Kirchengemeinderäte am 9. Oktober in Amtzell treffen.

Aschermittwoch - Kehrt um zum Herrn euren Gott

Die ausgelassenen Faschingstage liegen hinter uns und mit dem Aschermittwoch beginnt die 40tägige österliche Bußzeit, eine Zeit der Umkehr, wie Pfarrer i.R. Winni Schmitt im Gottesdienst in Esseratsweiler sagte. Der Aschermittwoch macht ganz bewusst einen Einschnitt, der manchen von uns nicht leicht fällt, der aber wichtig und gut ist. Es ist die Zeit, Fragen an sich selbst zu stellen. Wo stehe ich? Was ist in meinem Leben wichtig, was ist nicht wichtig? Es ist die Zeit bewusst zu entsorgen, was unfrei und abhängig macht, was nur belastend ist, was uns hindert, frei zu werden für Gott und den Menschen. Damit verbunden ist auch der Gedanke, sich fastend einzuschränken und auf Genüsse zu verzichten.

Asche ist das Symbol der Vergänglichkeit. Viele Gläubige kamen, um sich das Aschenkreuz auf den Kopf streuen zu lassen und damit die Bereitschaft zur Umkehr zu demonstrieren.

“Siehe, dein König kommt zu dir“ - Ökumenischer Bibelabend in Esseratsweiler am 27. Januar

Im Mittelpunkt stand Sacharja 9,9f.: Die Prophezeiung, die wir auch aus dem Lied „Tochter Zion“ kennen. Juble, jauchze! Siehe, Dein König kommt zu Dir. Der Messias, der Friedensfürst.

Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich, jeder kann sofort einsteigen, „auf Entdeckungen“ gehen, wie es in der Einladung heißt. Pfarrerin Friederike Hönig und Pfarrer Erhard Galm führten durch den Abend. Schnell war man mitten drin, machte sich seine eigenen Gedanken zum Thema Stärke und Macht aber auch zu Demut und Gerechtigkeit, tauschte sich mit den anderen aus, stellte Bezüge her zur eigenen Gemeinde und zu sich selbst.

Gelungene Integration in Tansania

Der ehemalige Abt Dionys berichtet in Achberg über seine Arbeit in der Abtei Ndanda

1970 wurde Pater Dionys vom Missionsorden St. Ottilien nach Ndanda in Tansania ausgesandt. Von 2001 bis 2015 war er Abt der Abtei. Am Sonntag, den 10. Januar hat er den vielen interessierten Achbergern von seinem Leben und seiner Arbeit vor Ort berichtet. „Tansania ist zu meiner Heimat geworden“ sagt er. „Ich schätze die Gemeinschaft meiner Mitbrüder und den unkomplizierten Kontakt zu den Einheimischen. In Ndanda nimmt man sich Zeit für den anderen und jeder hilft so gut er kann“ so Pater Dionys, der respektvoll auch „Baba Dionys“ genannt wird. „Baba“ heißt in der Nationalsprache Swahili „Vater“. Er freut sich schon, wenn er nach einer sechsmonatigen Abwesenheit nach Ndanda zurück kehrt. Der einheimischer Nachbar Theobald, den ein schlimmes Zittern plagt, wird sicherlich als erster kommen um ihn zu begrüßen, mutmaßt der 75 jährige Pater.

Zur Abtei gehören ein Krankenhaus, zehn Werkstätten und eine Oberschule. Das Krankenhaus, zu dem auch eine Krankenpflegeausbildung gehört, beschäftigt etwa 300 Mitarbeiter und Ärzte. Im Mittelpunkt steht die chirurgische Abteilung mit etwa zehn Operationen pro Tag. Daneben gibt es eine Kinderabteilung, Zahn- und Augenärzte und eine Physiotherapie. Die Patienten nehmen eine Anreise von bis zu 500 km in Kauf, weil das Krankenhaus einen sehr guten Ruf hat und die Einheimischen viel weniger zuzahlen müssen, als in den staatlichen Kliniken. Kinder werden sogar kostenlos behandelt, erklärt uns der emeritierte Abt Dionys.

Weitere 300 Mitarbeiter sind in zehn Werkstätten der Abtei beschäftigt. Die Werkstätten stellen außerdem 120 jungen Menschen Ausbildungsplätze zur Verfügung. 70 jugendliche Lehrlinge aus der ferneren Umgebung können im angeschlossenen Internat untergebracht werden. Die jungen Leute werden zum Automechaniker, Elektriker, Installateur, Spengler, Maurer, Schreiner oder Zimmermann sowie Schuhmacher oder Buchdrucker ausgebildet. Auch Mädchen haben Zugang zu den Lehrberufen. „Wer in unserer Lehrwerkstatt in Ndanda einen Beruf erlernt hat, hat gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt“ freut sich der Pater.

Besonders stolz ist Pater Dionys auf die Oberschule, die 2007 während seiner Amtszeit als Abt gegründet wurde. Die Schülerinnen und Schüler haben mit ihren guten Ergebnissen unter ca. 3000 Oberschulen in Tansania einen respektablen achten Platz erreicht.

Die Abtei in Ndanda ist ein gelungenes Beispiel einer erfolgreichen Integration zwischen Mission und Einheimischen, zwischen Schwarzen und Weißen, Mohammedaner und Katholiken. Man ist zusammen gewachsen. Man trifft sich auf Augenhöhe. Die Verantwortung geht mehr und mehr auf die Einheimischen über. Viele Ärzte und Werkstattleiter sind heute bereits Einheimische. Auch der neue Abt Placidus Mtunguja, der seit 4. Juli 2015 „Baba“ Dionys in seinem Amt nachfolgt, stammt aus Tansania. Und noch ein Erfolg darf erwähnt werden: Die Abtei gibt jungen Menschen eine Zukunftsperspektive und hält sie im eigenen Land. Damit ist in Ndanda bereits erfolgreich gelungen, was in der momentanen Flüchtlingsdiskussion zum zentralen Thema der Politik geworden ist.

Für seine Arbeit in Ndanda konnten wir Abt Dionys Spenden in Höhe von 640 Euro mitgeben. Darüber hinaus geht die Hälfte unserer Spenden aus der Sternsingeraktion an die Abtei. Wir bedanken uns ganz herzlich für die großzügige Unterstützung.

Sternsinger 2016

Der Herr ist uns erschienen - Die Weisen haben einen Stern gesehen und sind ihm gefolgt. Heute am Tag der Erscheinung des Herrn wurden die Sternsinger der beiden Achberger Kirchengemeinden Esseratsweiler und Siberatsweiler ausgesandt. Die als Sternsinger gekleideten Mädchen und Buben haben den Gottesdienst mit Fürbitten und Texten mitgestaltet. Gemeindereferentin Gertrud Geiger sagte zu den Sternsingern, dass sie mit Ihrer Buntheit die Weisen aus der ganzen Welt repräsentieren. Zum Schluss des Gottesdienstes segnete Pfarrer Winni Schmitt das Salz, die Kreide und das Dreikönigswasser danach wurden die Sternsinger gesegnet und ausgesandt. In 6 Gruppen zogen die 24 Kinder mit ihren Begleitern den ganzen Tag durch die Achberger Ortsteile. Sie brachten den Segen Gottes in die Häuser und sammelten Spenden für Kinder in Tansania und Bolivien. Das Geld wird über das Missionswerk in Aachen an das Kinderkrankenhaus in Ndanda Tansania und an Kinder in der Missionsstation in Forestal Bolivien geschickt.