10 Jahre Nachbarschaftshilfe in Achberg

Vor zehn Jahren entwickelte sich aus einer kleinen Idee, die beim gemeinsamen Walken einer Frauengruppe entstand, etwas Großes

Das Team der Nachbarschaftshilfe Achberg von links: Edeltraud Munz, Roland Drexler, Christina Dehm, Mathilde Kaeß, Fritz Lang, Uschi Herz. Nicht dabei waren Elisabeth Holl, Helene Mennig, Eva-Maria Kühn, Tanja Deschler.

Mit Unterstützung der Kirchengemeinde als Trägerin und der Gemeindeverwaltung gründeten ehrenamtliche Engagierte unter dem Dach der Caritas in Achberg die organisierte Nachbarschaftshilfe. Sie bietet Menschen, die zuhause leben wollen aber nicht mehr alle Tätigkeiten des Alltags und des Haushaltes erledigen können, stundenweise Hilfe an. Mit „Herzenswärme“, Hilfsbereitschaft und Tatendrang hat sich die Organisation der Ehrenamtlichen in den letzten zehn Jahren zu einem wichtigen Pfeiler in der Gemeinde entwickelt. Dabei ist die professionelle Hilfe genauso willkommen, wie das Angebot zu gemeinsamen Festen, damit das Leben trotz Einschränkungen bunt, vielfältig und lebendig bleibt.
Am 7. Juli feierte die Nachbarschaftshilfe ihr Jubiläum mit einem Festgottesdienst. Pfarrer Galm nennt es ein Jubiläum, auf das man stolz sein darf. Aus einer kleinen Idee ist etwas Großes und Wertvolles gewachsen, so Pfarrer Galm. Bürgermeister Tobias Walch bedankte sich im Namen der Gemeinde bei den aktiven Frauen und Männer. Aufeinander schauen, achtsam miteinander unterwegs sein, individuelle Hilfe leisten, führt Herr Walch aus, das sei letztendlich ein Gewinn für alle, für die Betroffenen, die in ihrem familiären Umfeld bleiben können, für die Angehörigen, die Entlastung erfahren, aber auch für die Helfer, die neue Motivation aus ihrer Tätigkeit schöpfen.
Im Gespräch mit Helferinnen und Helfern wird genau dies immer wieder deutlich. Die Menschen, die Unterstützung erhalten, bereichern das Leben der Helfenden durch neue Einsichten, Sichtweisen und Erkenntnisse. Beim gemeinsamen Gespräch, Feiern, Spazieren gehen oder Spielen entwickeln sich oft freundschaftliche Beziehungen. Man kann nur staunen, was im Miteinander möglich ist und wie viel sich Menschen gegenseitig schenken können.
Tina Dehm, die Einsatzleiterin bedauert, dass es immer wieder vorkommt, dass Einsätze abgelehnt werden müssen, weil nicht genügend Kräfte zur Verfügung stehen. „Wir sind stets auf der Suche nach motivierten Helferinnen und Helfer. Jeder kann frei entscheiden, für welchen Einsatz und in welchem Zeitumfang man sich verpflichten möchte. Jeder auch noch so kleiner Einsatz ist herzlich willkommen.“
Beim anschließenden Kuchenbuffet und mit einer Tasse Kaffee in der Hand, gab es noch weitere Informationen über die Arbeit, die Erfahrungen und über die Erfolge der letzten 10 Jahre organisierte Nachbarschaftshilfe.