Den Spuren Jesu folgen

AMTZELL – Gute Tradition ist es schon, dass sich an Christi Himmelfahrt die Gläubigen von Amtzell und von Pfärrich aus auf den Weg nach Büchel machen, um auf dem Wohnmobilplatz miteinander in einem Feldgottesdienst die Himmelfahrt Christi zu feiern.

Nicht allzu sehr mussten die Ministranten mit Kreuz und Fahnen dieses Jahr gegen den Wind ankämpfen, als sich der Amtzeller  Zug, angeführt von den Blutreitern, betend und singend den Berg hinaufbewegte. Thema der Stationen an Kindergarten, Pfärricher Straße und bei Feld waren die Elemente Erde, Feuer, Wasser, Luft. Entsprechende Impulse sollten den Blick der Gläubigen dafür öffnen, dass alles Wachsen und Werden, alles Entstehen und Vergehen miteinander in Beziehung steht.

Gerade am Himmelfahrtstag ist die Abhängigkeit von den Elementen groß, doch dieses Jahr waren die Rahmenbedingen für Prozession und Gottesdienst perfekt: Sonne, Wolken und ein laues Lüftchen in der richtigen Mischung sorgten für eine heitere Grundstimmung.

Als eine Art Weg zum Himmelreich deutete Pfarrer Schniertshauer in seiner Predigt die Prozession, den aufmerksamen Gang durch Gottes Schöpfung. Jesus habe durch sein Beispiel Fußspuren hinterlassen. Folge man ihnen, könne der eigene Lebensweg ein Weg zum Himmel werden. Zweierlei sei dazu notwendig: Aufmerksamkeit und Zuwendung, also offene Sinne für die Schönheit der Schöpfung und für die Menschen, die Beistand brauchen.

Musikalisch mitgestaltet wurden die Stationen und der Gottesdienst von jungen Musikern, die damit auch zur gelösten Stimmung beitrugen.