Ein Konzert der etwas anderen Art

AMTZELL – Jede Menge begeisterte Stimmen waren nach dem Kirchenkonzert der etwas anderen Art am 1. Advent zu hören. Die Kombination Saxophon und Orgel hatte neugierig gemacht und diejenigen, die sich am frühen Sonntagnachmittag eingefunden hatten, kamen in den Genuss ganz neuer Klangeindrücke.

Christian Segmehl (Saxophon) und Dr. Ludwig Kibler (Orgel) begannen mit einer Händel-Sonate vorne in der Kirche. Mancher Besucher hat wohl beim Anblick der Miniaturorgel gestutzt und sah sich in seinen Erwartungen enttäuscht. Der temperamentvolle Einstieg vor dem Publikum brachte aber Musiker und Zuhörer einander näher und schuf eine familiäre Atmosphäre.

Dass Saxophon und Kirchenorgel nicht nur eine ungewöhnliche, sondern eine durchaus harmonische Formation abgeben, davon konnten sich die Konzertbesucher im Folgenden überzeugen. Der Bogen war weit gespannt: von Bach, Le Bègue und Händel bis zu Zeitgenössischem von Peter Wittrich, kommentiert jeweils von den Musikern von der Orgelempore aus. Beide Musiker brachten jeweils ein Solostück zu Gehör: Ungewohnt und faszinierend war die „Minimal Music“ von Philip Glass für Sopransaxophon Solo. Ludwig Kibler (von Haus aus Chemiker) beeindruckte die Konzertbesucher mit einer Orgelsonate von Rheinberger.

Im Anschluss an das Konzert war im Haus der Gemeinde bei Kaffee und Kuchen Gelegenheit zur Begegnung mit den Musikern und untereinander. Angeregtes Fachsimpeln über Musik und Orgelbau konnte man an so manchem Tisch verfolgen. Mit Martin Gegenbauer war auch der Orgelbauer der Amtzeller Orgel präsent, auf dessen Initiative hin das Konzert zustande gekommen war. Der Erlös des Nachmittags kommt in den Topf für die Renovation der Heilig-Kreuz-Kapelle.