Es hängt wieder: das Fastenbild zum Lesejahr C

AMTZELL – „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehrst.“ Mit diesen Worten ließen sich auch in Amtzell die Gläubigen im Aschermittwochsgottesdienst mit dem Aschekreuz bezeichnen, um den Weg durch die Fastenzeit bewusst anzutreten.

Eine Hilfestellung zur Besinnung bietet in der Amtzeller Kirche wieder ein Fastenbild, das bereits beim Betreten der Kirche die Blicke auf sich zieht. Das aus 5 Einzelbildern bestehende 3 x 2 m große Bild wurde 2007 von Gemeindemitgliedern unter Anleitung von Margret Albrecht zu Bibeltexten der jeweiligen Fastensonntage gemalt: im Zentrum der brennende Dornbusch (zur Lesung des 3. Fastensonntags), links davon Illustrationen zu den Evangelien des 1. (oben) und 4., rechts zu denen des 2. (unten) und 5. Fastensonntags. Diese „Bilderbibel“ lädt zur Auseinandersetzung mit den biblischen Texten – und dem eigenen Leben – ein.

Fastentücher (auch Hungertuch genannt, lat. velum quadragesimale = Tuch der 40 Tage) hängen von Aschermittwoch bis Karsamstag in katholischen Kirchen im Chor. Seinen Ursprung hat das Fastentuch im jüdischen Tempelvorhang, der im Neuen Testament im Zusammenhang mit dem Kreuzestod Jesu mehrfach erwähnt wird. Der Brauch, Fastentücher aufzuhängen, geht auf das Mittelalter zurück. Die Fastentücher trennten ursprünglich den gesamten Chorraum ab, um in der Fastenzeit der Gemeinde den Blick auf den Altar zu verwehren.