Komm, Heiliger Geist, und entzünde in uns das Feuer deiner Liebe

AMTZELL – Pfingstmontag: Hochfest in Amtzell. Zum Festgottesdienst zu Ehren des hl. Justinus holten wieder zahlreiche Uniformierte aus Musikkapelle, Bürgerwehr, Justinigrenadieren, Spielmannszug und Fahnenabordnungen Pfarrer und Ministranten am Pfarrhaus ab und geleiteten sie in die Kirche.

„Komme, geheimnisvoller Atem […]. Hauche uns an, damit wir leben“, sang die Gemeinde, unterstützt vom Kirchenchor unter Leitung von Wolfgang Dettling, und drückte damit aus, um was es an Pfingsten und am Justinifest geht: um den Zündfunken, der Leben schafft.

„Gebt Feuer!“ heiße es bei der Bürgerwehr. „Gib Feuer“ müsse es auch bei uns heißen, führte Pfarrer Schniertshauer in seiner Predigt aus – als Bitte um das Feuer des Heiligen Geistes, der in uns neu das Feuer der Liebe entzünden möge, wenn unsere Begeisterung schwindet, unsere Liebe zu erkalten droht. Auf Justinus sei der Funke des Heiligen Geistes übergesprungen. Seine Gebeine seien 1750 nach Amtzell gebracht worden, damit das Feuer von Jesu Liebe auch unsere Gemeinde erfülle und wir auch heute noch daran erinnert werden, aus diesem Geist zu leben. Nur durch dieses Feuer der Liebe könne Gemeinschaft am Leben erhalten werden.

Ein Zeichen dafür, dass das Feuer noch wirkt, ist dieses Fest der Begegnung zum Gedenken an den Heiligen. Nach Gottesdienst, anschließender Prozession mit dem Allerheiligsten und der Reliquie des hl. Justinus durchs Dorf, sakramentalem Segen in der Kirche sowie den Salutschüssen der Bürgerwehr vor dem Pfarrhaus ging es zu dem von der Bürgerwehr ausgerichteten Frühschoppen in die Festhalle.