Volkstrauertag: Erinnerung an Kriegstote und Opfer von Terror und Rassismus

ACHBERG - Am Volkstrauertag wird an vielen Orten der Seelsorgeeinheit an die Gefallenen und Vermissten der Weltkriege aber auch der Opfer von Terror und Rassismus gedacht.

Die Fahnenabordnungen der Vereine am Kriegerdenkmal in Esseratsweiler

Fahnenabordnungen der Vereine am Kriegerdenkmal in Esseratsweiler

Mit den Fahnenabordnungen der einzelnen Vereine und der Musikkapelle Achberg zogen die Mitglieder der Krieger- und Soldatenkameradschaft am Volkstrauertag in die Pfarrkirche St. Michael ein. Die Pastoralreferentin Mirjam Schweizer eröffnete den Gottesdienst mit einem Gedenken an die Kriegsopfer der beiden Weltkriege, sie gedachte dabei auch der Opfer der Gewaltherrschaft im letzten Jahr und derer, die sich still für den Frieden einsetzen. Krieg, Gewalt, Terror, Tod, zerstörte Existenzen, auf solche alles in Frage stellenden Themen gibt uns Jesus Hoffnung und das Vertrauen, am ewigen Leben teilzuhaben, so ihre Ausführungen in der Predigt.
Später am Kriegerdenkmal vor der Kirche zeigte der Vorsitzende der Krieger- und Soldatenkameradschaft Eugen Sauter am Beispiel der Feldpost eines Soldaten an seine kleine Tochter recht eindrücklich und ergreifend auf, welche tragischen Einzelschicksale sich hinter der abstrakten Zahl der Millionen von Toten und Vermissten verbergen.
Nach dem ersten Weltkrieg entstanden überall in Deutschland Krieger- und Soldatenkameradschaften. Sie wurden für die vielen Heimkehrer, die entsetzliches durchgemacht hatten, zu einem Ort, das Erlebte aufzuarbeiten. Nachdem jetzt der letzte Kriegsteilnehmer Achbergs verstorben ist, hat die Kameradschaft ihren Zweck erfüllt und wird sich auflösen, so Herr Sauter. Er mahnte und hofft, dass es diese Kameradschaft in Zukunft nie mehr brauchen wird.