Von Gottes Geist erfüllt

AMTZELL – 51 Jugendliche aus Amtzell, Pfärrich und Haslach und eine Frau haben Ja gesagt zum Glauben und zur Kirche und sich am Christkönig-Sonntag in Amtzell von Bischof Dr. Gebhard Fürst das Sakrament der Firmung spenden lassen.

„Feuer und Flamme“ war das Thema des Festgottesdienstes. Geist wirkt wie Feuer und Flamme, entzündet und macht lebendig. Und von Gottes gutem Geist schien die Kirche während des Gottesdienstes erfüllt.

Es war eine junge Kirche, die Bischof Gebhard Fürst gegenübersaß und die ihn mit Hoffnung für die Zukunft der Kirche erfüllte. In seiner Predigt zeigte er zunächst an Beispielen der Alltagssprache, was es heißt, von Gottes Geist erfüllt zu sein, um dann den Blick auf Jesus Christus zu lenken, der die Menschen anzog, weil er aus Gottes Geist lebte, betete und so die Gottesbeziehung lebendig hielt. Der Bischof rief die Jugendlichen auf: „Betet, haltet die Beziehung lebendig, dann spürt ihr den Geist, der in ihm lebt“. Wenn man Worte findet, die trösten und verzeihen, dann wirkt Gottes guter Geist auch heute – unter uns. Am Ende seiner Predigt dankte der Bischof den Paten für ihren besonderen Beistand und hob gleichzeitig hervor, was Beistand bedeutet: Begleitung – nicht Bevormundung, durchaus aber auch Herausforderung.

Begleitung ist ein wesentliches Element in der Firmvorbereitung der Seelsorgeeinheit An der Argen. Jede Firmbewerberin, jeder Firmbewerber wählt zu Beginn des Firmweges eine Person ihres/seines Vertrauens, die diesen Weg mitgeht und offen ist für alles, was die Jugendlichen in dieser Zeit bewegt. Viele Jugendliche wurden von ihren Firmbegleiter(inne)n auch zur Firmspendung begleitet. Als Pat(inn)en standen sie hinter den Jugendlichen, als Bischof Gebhard sie mit Chrisam salbte mit den Worten: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist!“.

Feuer und Flamme: Das waren auch die Jugendlichen, die dem Gottesdienst mit ihrer Musik jugendlichen Schwung verliehen und dazu beitrugen, dass der Funke übersprang.

Dichtes Gedränge war im Anschluss an den Gottesdienst im Haus der Gemeinde. Bei einem Stehempfang war Gelegenheit zur Begegnung mit dem Bischof und untereinander. Und es schien, als ob die Bitte vom Anfang des Gottesdienstes schon wirke: dass Gott uns zu Menschen macht, die sich begeistern können, zu Menschen, in denen sein guter Geist wirkt.