Die Pfarrkirche St. Felix und Regula

Vorweg: Die Pfarrei St. Felix und Regula ist vermutlich über 1.200 Jahre alt!

Historisches ...

Denn bereits 815 ist in einer Schenkungsurkunde an das Kloster St. Gallen ein Bezirk "Suuarzinpach" erwähnt, in dem ein Priester namens Theodoldus ansässig gewesen sein soll. Und rund 40 Jahre später, im Jahr 856, wird Schwarzenbach in einer weiteren Urkunde der Gallener Abtei als alemannische Ding- und Gerichtsstätte aufgelistet.

So alt ist das derzeitige Kirchengebäude natürlich nicht, wie man unschwer erkennen kann...

Von den mittelalterlichen Bauten ist nur noch der spätgotische Glockenturm erhalten geblieben.

... trifft auf Modernes

Das heutige Hauptgebäude wurde in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts unter dem damaligen Schwarzenbacher Pfarrer Johannes Lehr neu erbaut und 1959 eingeweiht. Bemerkenswert sind darin die schönen Buntglasfenster von Hans-Günther Schmitt (Chorraum und Orgelempore) sowie Romuald Hengstler (Seitenschiff und Beichtkapelle). Aber auch der Kreuzweg des bekannten Wangener Kirchenmalers Josef Braun, der 1962 eingeweiht wurde, ist mit seinen modernen Motiven und Dimensionen (4 Tafeln, jede 3,30 m breit und 1,65 m hoch) außergewöhnlich.

Über dem seitlichen Eingang zur Sakristei stehen die Skulpturen der Kirchenpatrone St. Felix und Regula, der Legende nach einem Geschwisterpaar aus der Zeit der Diokletianischen Verfolgung. Weitere alte Kunstschätze sind der sechseckige Taufstein, die Mondsichelmadonna (um 1670), ein Grabdenkmal von 1733 und eine Sonnenmonstranz (1735), die sich harmonisch in die neue Kirchenarchitektur einfügen.

Ein modernes Kunstwerk ist die um drei Stufen abgesenkte Taufkapelle des brasilianischen Künstlers Claudio Pastro (*1948). Sie entstand in den Jahren 2002 bis 2004. Beeindruckend sind  die sonnengelb und -orangefarbenen Fenster, die Decke mit 16 biblischen Motiven und die offene und zugleich in sich abgeschlossene, ruhende Raumkonstruktion.

 

 

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