Kirche am Ort – ein Anstoß zum Wandel

Was ist „Kirche am Ort“?

„Kirche am Ort“ ist es ein Entwicklungsweg – eine Reform – eine Anregung zum Wandel unserer Kirche.

Angestoßen und gefördert von der Diözese Rottenburg, die auf die aktuelle Situation des Glaubens und der Kirchen(gemeinden) reagieren möchte. Entwickelt und umgesetzt in unseren Gemeinden.

Mehr dazu im  Artikel unseres Sommer-Gemeindebriefes

Die nächsten Schritte

Das Prozessteam trifft sich im November 2018 an 5 Abenden, um die Entwicklung nochmal unter die Lupe zu nehmen.

Dabei stehen u.a. Fragen zu den Zielen, zu den unterschiedlichen Ausgangssituationen der Gemeinden im Mittelpunkt.

Wir sind der Ansicht: Wenn wir uns in kurzen Zeitabständen und konzentriert/gezielt miteinander abstimmen, erhalten wir mehr Aufschluss und Ideen, vielleicht auch "frischen Rückenwind".

Kirche am Ort – der aktuelle Stand

Bislang hält sich der Reformprozess unserer Diözese, "Kirche am Ort", in unserer Seelsorgeeinheit noch im Hintergrund. Die Überlegungen dazu sind noch weitgehend auf das Prozessteam beschränkt. Warum?

Weil es kein einfacher Weg ist. Oft hat "Kirche am Ort" für uns im Prozessteam noch etwas von einem bloßen Kräftebündeln – was schon kompliziert genug wäre. Dabei geht es um mehr: Vor allem um eine neue Aufgabendefinition, oder genauer gesagt, eine neue Akzentuierung. Deutlich wurde dies, als wir uns mit den 4 Grundhaltungen des Prozesses vertraut gemacht haben:

Erwarten: Nicht zu viel erwarten! "Kirche am Ort" ist kein kompletter Neuanfang, keine wie auch immer geartete Glaubens-Offensive, keine Rundum-Erneuerung – vor allem nicht personell. Aber dennoch wollen und sollen wir an neuen Zielen festhalten, die wir als wichtig erkannt und als umsetzbar eingestuft haben.

Vertrauen: Es wird nicht alles gelingen. Aber auch vermeintliche Fehlschläge haben oft ihr Gutes und führen zu notwendigen Korrekturen. Sich auf Neues einlassen, ohne Garantien für ein Gelingen zu verlangen – das müssen wir wagen.

Loslassen: Einiges von dem, was wir seit Jahrzehnten in der Kirche für unverzichtbar hielten, wird künftig nicht mehr nachgefragt. Es wird auch personell nicht mehr durchführbar sein. Das lassen wir los. Behutsam.

Wertschätzen: Herausfinden, was den Menschen (und nicht nur den Gottesdienstbesuchern) an der Kirche, am und im Leben wertvoll ist. Kirche soll noch stärker Lebenshilfe, Lebensermutigung werden. Auch und gerade Gruppen, die wir bisher nicht im Mittelpunkt standen, wollen wir erreichen.

Hört sich gut an – aber auch leichter als es ist! Zwischen den Aufgaben der traditionellen und denen einer zukunftsfähigen Kirche abzuwägen, sie überhaupt herauszufinden, braucht es Absprachen und Ideen. Die traditionellen Aufgaben wollen zur gleichen Zeit geflegt werden wie die neuen beschlossen und angegangen. Zudem zeigt "Kirche am Ort" in den einzelnen Gemeinden eine unterschiedliche Wertschätzung und (strukturelle) Voraussetzung.

Die Politik kleiner Schritte und einer Annäherung zeitigt dennoch Ergebnisse: So zeichnet sich ab, dass z. B. die Kirchengemeinden Schwarzenbach und Roggenzell sowie Primisweiler und Haslach noch enger zusammenrücken als bisher. Dass es bereits viele Vernetzungen gibt, auf die wir zurückgreifen können. Welche Schwerpunkte sich ergeben. Und dass es wegen der vorhandenen (schmalen) Ressourcen noch Fragen zu klären gibt, bis wir konkret in den Gemeinden aktiv werden.

Wann startet "Kirche am Ort" in unserer Seelsorgeeinheit bzw. Gemeinde?

Die ersten Schritte sind bereits getan: Die Kirchengemeinderäte der Gemeinden haben bereits Informationen und Anregungen zum Entwicklungsprozess erhalten. Sie haben ein sog. "Prozessteam" gebildet. Dieses Prozessteam macht sich zunächst mit wichtigen Grundhaltungen wie "Vertrauen", "(Los)Lassen", "Erwarten" und "Wertschätzen" vertraut, die für ein Umdenken und Beginnen von Neuem ganz wichtig sind. Gleichzeitig sammelt es Ideen und Impulse für die spätere Umsetzung und den Weg in die Gemeinden.

Wir sind noch in allen Gemeinden gleich weit. Das müssen wir auch nicht. Aber wir werden den Weg gemeinsam gehen.

Das Prozessteam

Aus den Gemeinden unserer Seelsorgeeinheit hat sich das Prozessteam aus folgenden Mitgliedern gebildet:

Name Kirchengemeinde
Pfarrer Dr. Matthias Hammele  
Pfarrer Erhard Galm  
Hildegard Baier Amtzell
Martina Roth Achberg
Gerlinde Bayer Pfärrich
Gertrud Schad Roggenzell
Sabine Gravina Haslach
Karl-Heinz Schlachter Primisweiler
Andreas Hett Schwarzenbach

Wo kann ich mich zusätzlich über "Kirche am Ort" informieren?

Die offizielle Seite der Diözese zur Bewegung – mit vielen Informationen und Materialien
www.kirche-am-ort.de

Video: Domkapitular Matthäus Karrer spricht über "Kirche an vielen Orten gestalten" 
Interview mit Domkapitular Matthäus Karrer

Ihre Anregungen – Wünsche – Kritik

Was bewegt Sie? Was wollen Sie bewegen? Wie soll Kirche in einigen Jahren aussehen, was können wir vor Ort hier dafür tun?

Schreiben Sie uns Ihre Meinung, Ihre Anregung direkt an das Prozessteam! (E-Mail-Adresse folgt in Kürze)